Die Mahngebühren der Schweizer Telcos

von Urs Binder

20. November 2019 - Von gratis bis 30 Franken: Die Mobilfunkanbieter verrechnen höchst unterschiedliche Mahngebühren. So richtig teuer wird es bei den meisten, wenn der Anschluss gesperrt und später wieder aufgeschaltet wird.

Wer seine Handyrechnung nicht termingerecht zahlt, muss mit Mahngebühren rechnen. Und die sind je nach Provider höchst unterschiedlich geregelt. Der Konsumentenschutz hat in Zusammenarbeit mit "Dschungelkompass.ch" die Mahngebühren der grössten Anbieter in der Schweiz unter die Lupe genommen und als Erstes festgestellt, dass alle Provider für die erste Zahlungserinnerung nichts verrechnen.

Zahlt man auch dann noch nicht, geht es jenachdem so richtig ins Geld. Die erste schriftliche Mahnung ist bei Quickline und UPC ebenfalls noch gratis. Am anderen Ende der Skala liegen Sunrise, Yallo und Lebara, die dafür 30 Franken verlangen. Weitere schriftliche Mahnungen kosten bei allen Anbietern 20 oder 30 Franken – mit einer Ausnahme: Quickline verrechnet für bis zu vier Mahnungen keine Gebühren.

Zahlt man die Rechnung gar nicht, sperren alle Anbieter spätenstens nach der dritten Mahnung den Anschluss ganz oder teilweise: So werden zum Beispiel in einem ersten Schritt nur kostenpflichtige Dienste blockiert, eingehende Anrufen sind aber weiterhin möglich. Die Gebühren für die Sperrung und die Wiederaufschaltung unterscheiden sich deutlich: Bei Wingo, M-Budget und Coop Mobile ist beides kostenlos. Am teuersten sind wiederum Yallo und Lebara: Hier kostet die Blockierung 50 Franken und die Wiederaufschaltung zusätzlich 75 Franken. Weitere Details sind der Tabelle in der Bildstrecke zu entnehmen.

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