Dell EMC stärkt seine Virtual Edge Platform

von Urs Binder

19. Juni 2019 - Mit der Integration der Adva-Ensemble-Software in sein multifunktionales Netzwerkgerät stärkt Dell EMC dessen VNF-Funktionalität und ermöglicht Zugang zu einem umfassenden Angebot an virtuellen Netzwerkfunktionen.

Dell EMC vertreibt ab sofort die Ensemble-Software des Münchner Netzwerk-Spezialisten Adva und bietet auf dieser Basis mehr als 50 integrierte virtuelle Netzwerkfunktionen für die eigene Virtual Edge Platform (VEP) an. Die VEP, ein multifunktionales Netzwerkgerät, wird durch die Zertifizierung und Bereitstellung der Adva-Ensemble-Software deutlich erweitert: Das Netzwerk-Softwarepaket unterstützt eine Vielzahl von virtuellen Netzwerkfunktionen (VNF), darunter eine virtuelle Firewall, WAN-Optimierung, IoT, virtuelle Tests, Sprache und Wireless.

Bei der Virtualisierung des Netzzugangs geht es darum, Netzwerkfunktionen auf einer universellen Plattform mit Hilfe von Open Networking und Virtualisierung bereitzustellen, anstatt teure klassische Netzwerk-Hardware mit fixer Funktionalität einzukaufen. Das Konzept ist als Universal Customer Premises Equipment (Ucpe) bekannt und konsolidiert die Funktionen zahlreicher physischer Geräte in einer Appliance mit softwaredefinierter Architektur. Die VEP von Dell EMC ist eine Ucpe auf Intel-Basis, die mehrere virtuelle Netzwerkfunktionen gleichzeitig unterstützt.

Die Vereinbarung zwischen Dell EMC und Adva konsolidiert das VNF-Management, einschliesslich der erweiterten Management- und Orchestrierungsfunktionen des Ensemble Connector, der auf der VEP läuft. Sie bietet Unternehmenskunden und Service-Providern zudem Zugang zum Ensemble Harmony Ecosystem, einem Multi-Vendor-Partnerprogramm für virtuelle Netzwerkfunktionen. Dies ermöglicht den Kunden, die Bindung an einen Anbieter zu vermeiden und Service-Innovationen rasch zu implementieren.

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