Chrome Inkognito-Modus soll wieder ganz inkognito werden

von Matthias Wintsch

17. Juni 2019 - Einige Webseiten konnten bisher erkennen, wenn ein Benutzer im Inkognito-Modus von Google Chrome die Seite besuchte und den Zugang blockieren. Dies soll mit Version 76 ein Ende finden.

Google will mit einem Update für den Webbrowser Chrome in Zukunft verhindern, dass Websites die Verwendung des Inkognito-Modus bemerken können, wie "MSpoweruser" berichtet. Verschiedene Websites hatten die Möglichkeit, zu bemerken, wenn Benutzer im Inkognito-Modus die Seite besuchten und den Zugang für diese Benutzer geblockt. Dies war möglich, weil die Seitenbetreiber Änderungen in der Filesystem-API bemerken konnten. Die neue Chrome-Version mit der Kennzahl 76 soll dieses Problem nun beheben. Dazu wird eine RAM-Disc erstellt, welche die Dateien von der betreffenden Website vorübergehend so lange speichern, wie es nötig ist, um den Abwehrmechanismus der Seitenbetreiber zu narren. Zurzeit ist das Feature im Canary-Build zu testen, dieser kann hier heruntergeladen werden.

Bekanntgemacht wurde das neue Feature von Chrome-Entwickler Paul Irish auf dessen Twitter-Account. Dieser entschuldigte sich augenzwinkernd gar bei den Entwicklern der Detect Private Mode Scripts:

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