Swisscom wehrt sich gegen Comcom-Preissenkungen

von Alina Brack

1. Mai 2019 - Swisscom wehrt sich vor dem Bundesverwaltungsgericht gegen die im Februar 2019 verfügten Preissenkungen durch die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom) bei regulierten Telecom-Diensten für die Konkurrenz.

Swisscom zieht den Entscheid der Eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom), die Preise für die regulierten Telecom-Dienste von Swisscom für die Konkurrenz zu senken, weiter. Wie diverse Medien unter Berufung auf "AWP" berichten, hat Swisscom-Sprecher Sepp Huber gegenüber der Nachrichtenagentur bestätigt, dass man Rekurs beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt hat.

Die Comcom hatte die Preise für die regulierten Telecom-Dienste von Swisscom auf Gesuche von Sunrise und Salt hin überprüft und war im Februar 2019 zum Schluss gekommen, dass Swisscom die Preise zwischen 2013 und 2016 zu hoch angesetzt habe. So hätten etwa die Preise für die entbündelten Kupferanschlussleitungen im genannten Zeitraum um 10 bis 25 Prozent tiefer liegen müssen, als von Swisscom offeriert. Auch die Preise für garantierte Übertragungskapazitäten zwischen zwei Standorten (Carrier Line Services) kamen nach Überprüfung durch die Comcom deutlich tiefer zu liegen. Die Preisreduktionen liegen zwischen 65 Prozent und 80 Prozent. Ebenso gesenkt wurden die Preise für die Netzzusammenschaltung (Interkonnektion), und zwar um durchschnittlich 10 Prozent.

Swisscom kündigte schon damals nach Bekanntgabe des Comcom-Entscheids an, dass man die Verfügungen analysieren und prüfen werde, ob man sie in strittigen Grundsatzfragen an das Bundesverwaltungsgericht weiterziehen solle ("Swiss IT Magazine" berichtete).

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