Post-Lieferroboter bekommen Hausarrest

von Simon Wegmüller

5. März 2019 - Die Post setzt die 2016 begonnenen Tests mit selbstfahrenden Verteilrobotern in den Schweizer Städten vorerst nicht fort. Nach Angaben des Unternehmens ist der Grund dafür das Gesetz, dass Roboter die Stadt nur in Begleitung eines menschlichen Aufpassers passieren dürfen.

Die Post führt ihre 2016 begonnen Tests mit selbstfahrenden Lieferrobotern in Schweizer Städten vorerst nicht weiter. Grund ist laut des Unternehmens das Gesetz, wonach die Roboter nur in Begleitung eines menschlichen Aufpassers durch die Stadt fahren dürfen.

"Das ergibt keinen Sinn für uns, deshalb haben wir die Tests ausgesetzt", so Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post, in einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Die Post stehe mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) im Austausch, um "bessere gesetzliche Rahmenbedingungen" zu schaffen.

Doch auch in der Praxis ist es vereinzelt zu Problemen gekommen. Die Roboter konnten etwa teilweise die Strasse nicht ohne Hilfe rechtzeitig überqueren. So sei es auf einem Fussgängerstreifen in der Stadt Zürich zu einem Zwischenfall gekommen, der als potentiell gefährlich eingestuft wird. Demnach standen die Ampeln für Autos bereits wieder auf Grün, als ein Lieferroboter sich noch auf dem Fussgängerstreifen befand.

Die Post will ihre Zustellroboter nun vorerst im Innern testen. In grossen Gebäuden, in denen grössere Distanzen zurückgelegt werden müssen, könnten diese eine gute Lösung sein, so Claudia Pletscher von der Schweizerischen Post im Interview.

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