Was Geeks verschenken

von Matthias Wintsch

19. Dezember 2018 - Weihnachten rückt näher und damit steigt für nicht wenige auch der Druck, noch passende Geschenke zu finden. «Swiss IT Magazine» weiss, was sich die Liebsten zur Bescherung wünschen.


Nie wieder Schlüsselsuche

Für den zerstreuten Papa
Wenn Papas letzte Amtshandlung vor dem Verlassen des Hauses jeweils eine ausgedehnte Schlüsselsuche ist, macht man mit dem Tile Mate Schlüsselfinder beim Verschenken keinen Fehler. Ein Klick auf das Smartphone lässt den Schlüsselbund Alarm schlagen, ein Klick auf das Tile Mate lässt das Smartphone klingeln. Auch als Set für vergessliche Familien oder als Rugged-Version für hohe Belastungen und lärmige Umgebungen erhältlich. Ab etwa 25 Franken.


Bingewatching für Fortgeschrittene

Für das seriensüchtige Netflix-Paar
Der Roku Streaming Stick kann an einem beliebigen Ausgabegerät mit HDMI- Anschluss angesteckt werden und eröffnet damit die Welt des modernen TV-Genusses: Amazon Instant Video, Vudu, Google Play, Netflix, Hulu, HBO und tausende weitere gebührenpflichtige und kostenlose Kanäle. Dabei fallen, abgesehen von Abos wie Netflix, nach dem Kauf keine Kosten für den Benutzer an. Das gesamte Angebot lässt sich fortan mit einer Fernbedienung steuern, damit man die Kuschelposition zum Folgenwechsel nicht verlassen muss. Winter can come. Abgebildet ist der HD-fähige Roku Express für knapp 100 Franken, anspruchsvolleren Netflixern kauft man den grossen Bruder mit 4K-Funktion und besserer Konnektivität.


Beats aus der Hosentasche

Für das musikbegeisterte Göttikind
Die Tage, in denen musikalische Kreativität von teurem Equipment abhängig war, sind ohnehin längst gezählt, die Pocket-Operator-Geräte von Teenage Engineering setzen jedoch einen neuen Massstab: Für gerade mal 50 bis 100 Franken erhält man mit den Pocket Operators vollwertige Sampler, Synthesizer oder Drum Machines im Taschenrechnerformat. Die Geräte kommen in cooler Retro-Barebone-Optik, ein Case ist für etwa 30 Franken dazu erhältlich. Ebenfalls ein Kaufargument für potentiell lärmempfindliche Eltern: Die Dinger funktionieren auch bestens mit Headphones.


Leichte Konsole, schwere Games

Für den nostalgischen Gamer
Früher war alles besser: Die Games waren schön schwer, die Controller waren cooler, es gab keine mühseligen Patches, die Spiele kamen «fertig» auf den Markt, die Grafik war liebevoller und überhaupt ist heute alles nur noch online, sprich doof. Für den Retro-Gamer gibt es zu Weihnachten deshalb eine Mini- Konsole mit HDMI-Anschluss, vorinstallierten Spieleklassikern und zwei Controllern für lokalen Multiplayer-Spass. Sowohl die Playstation Classic wie auch das NES und das SNES von Nintendo sind als Mini-Konsolen- Replika erhältlich. Kostenpunkt: zwischen 100 und 130 Franken.


Smart-Home-Steuerung für Schweizer

Für den smarten Eigenheimbesitzer
Gerade der Schweizer Smart-Home- Besitzer findet sich mit Alexa und Konsorten in einer eigenartigen Situation: Trainiert man den Sprachassistenten nun auf Hochdeutsch oder entschliesst man sich gar dazu, in seinem eigenen Haushalt Englisch zu sprechen? Da keine der beiden Lösungen wirklich befriedigend ist, kommt die Lösung zum Problem gleich auch aus der Schweiz: Die Universal-Fernbedienung Neeo ist über WLAN, Z-Wave oder Bluetooth mit mehr als 60’000 verschiedenen Geräten kompatibel und steuert diese bequem ohne fremdsprachliche Experimente. Um dem schlauen Eigenheimbesitzer diesen Luxus zu ermöglichen, sind an der Kasse 400 Franken fällig. "Alexa, turn off your microphone. Forever."


Holziges Gadget-Upgrade

Für den hippen Naturburschen
Nature meets Tech. Mit dem Laser geschnitten und auf Wunsch mit einem eigenen Sujet graviert, machen die Toastmade-Covers aus Echtholz oder Leder aus jedem Gerät einen echten Hingucker. Erhältlich sind die Covers in verschiedenen Holzsorten oder in gefärbtem Leder für Smartphones, Tablets, Laptops, und sogar Spielkonsolen. Garantierte Extrapunkte vom Beschenkten gibt es für eine passende Gravur. Die hippen Natur-Covers von Toastmade starten bei 34 US-Dollar und werden in den USA in Einzelfertigung hergestellt.


Alles für den Dackel

Für die besorgte Tierfreundin
Wenn das junge Hündlein sowieso schon jede Sofaecke zerkaut und jede Vase umwirft, während man auf der Arbeit ist, so sollte man wenigstens dabei zusehen dürfen. Mit der Tierkamera Swisspet Pet Cam & Play für knapp 300 Franken kann man dank der Talk- Back-Funktion versuchen, dem Tierchen gut zuzureden oder es mit dem eingebauten Laserpointer auf andere Gedanken bringen. Kompatibel mit der Petkit App für Fotos und Videos des tierischen Freundes.



Bye, Bye, Fachkräftemangel

Für die angehende Entwicklerin
Der Mangel an Fachkräften, und im Speziellen an fähigen Entwicklern, ist für die ICT-Branche seit Jahren eine der grössten Herausforderungen und ein Dauerthema. Höchste Zeit, Worte zu Taten zu machen und das Problem in die eigenen Hände zu nehmen. Programmieren ist gut für das logische Denken und, wenn man den Arbeitsmarkt anschaut, keine schlechte Karriereoption. Das alles ist Grund genug, den Kleinen die entsprechende Bildung zukommen zu lassen. Und wie ginge das einfacher, als mit selbstgebauten, programmierbaren Lego-Robotern? Der hohe Preis von 199 Franken für Lego Boost (ab 7 Jahren) respektive 449 Franken für Mindstorm (ab 10 Jahren) erfordert vielleicht das Zusammenlegen von Ressourcen, ist jedoch gewissermassen eine Investition in die Zukunft.


Konzert in der Nasszelle

Für die singende Schwester
Es ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Wenn die Dusche angeht, beginnt das Solo-Konzert. Damit die Begleitung dem Gesang auch würdig ist, wünscht sich Schwesterchen insgeheim einen Bluetooth-Lautsprecher für den Nassbereich. Speaker dieser Art gibt es von vielen Herstellern in unterschiedlichsten Qualitätsklassen ab 10 Franken mit vormontiertem Saugnapf oder Haken zum Aufhängen. Der abgebildete Rokpod von Boompods ist für 28 Franken zu haben.


497, 498, 499, Highscore!

Für den Fitnessfreak
Sport alleine ist nicht genug. Moderne Sportler möchten die Leistung sharen, flotte Bilder des Trainings auf Instagram laden und eigene Statistiken nachverfolgen können. Mit der Smart Rope von Tangram Factory für 124 Franken lässt sich das Training nicht nur messen, die eingebauten LEDs zeigen auch der Aussenwelt ohne Pause die aktuelle Zahl der Hüpfer an. Die Smart Rope gibt’s in verschiedenen Farben. Noch mehr Funktionen (wie etwa Leaderboards) des High-tech-Springseils nutzt, wer es mit der Smart-Gym-App von Tangram Factory kombiniert.


Style? Check. Akku? Check.

Für die chaotische Freundin
Für manche Menschen ist der persönliche Rucksack oder die Handtasche ein allesverschlingendes schwarzes Loch, welches zufällig und ungefragt Gegenstände wieder ausspuckt, welche schon seit Jahren als verschollen gelten. Im Falle eines Haargummis ist das meist nicht weiter schlimm, im Falle eines Ladegerätes aber mühsam, denn der Akku ist nicht erst morgen leer, sondern jetzt. Der schicke Leder-Zottel Mixit Lightning to USB Leather Tassel von Belkin kostet 16 Franken und kombiniert einen kleinen Blickfang mit einem iPhone-Ladekabel, welches immer zur Hand ist und nicht leicht verloren geht. Vergleichbare Produkte gibt es in unterschiedlichen Preisklassen und Materialausführungen, selbstverständlich auch für Android-Geräte.


Rindsfilet bei exakten 56,5 Grad

Für den technikbegeisterten Gourmet
Bei vielen Profis gilt das Sous-vide-Garen im Wasserbad schon länger als goldener Standard für die Zubereitung verschiedenster Gerichte. Vom edlen Filet bis zur einfachen Vanillesauce ist alles möglich, die Leckereien werden dazu in einem Beutel vakuumiert und bei exakter Temperaturkontrolle über mehrere Stunden schonend gegart. Der Anova Culinary Nano Sous Vide Precision Cooker verwandelt für 200 Franken jeden Topf in einen professionellen Sous-vide-Garer. Dazu gibt es die Anova App mit über 1000 Rezepten und Fernkontrolle des Garers, damit man aus der Ferne in der Mittagspause den mehrstündigen Garprozess des Abendessens starten kann.


Würdevoll am Touchscreen

Für die stilbewusste Grossmutter
Grossmutter versteht zwar viel von Stil, aber nichts von Technologie. Gut gekleidet spaziert sie durch die Innenstadt, während der Anruf reinkommt. Um diesen entgegenzunehmen, müssten aber die Handschuhe weg. Die Folge: Ein verpasster Anruf oder kalte Finger, im Extremfall sogar beides. Das liesse sich vermeiden, etwa mit den stilvollen Leather Tech Gloves von Canada Goose. Der Clou: Die Handschuhe sind an allen Fingern sowie am Handballen Touchscreen- fähig. Echtes Leder bietet von aussen Schutz vor dem Frost, während Kaschmirwolle auf der Innenseite der Haut schmeichelt. Die Edelhandschuhe sind für etwas 160 Franken erhältlich und stehen auch als Quilted- oder Fäustlings-Version zur Verfügung. Auch empfehlenswert für die Bedienung von Billetautomaten.


Bluetooth-Upgrade

Für die analoge Musikliebhaberin
Für den wahren Musikliebhaber geht nichts über seine geliebte Hardware. Aber sowohl etwas ältere Musikanlagen wie auch Autoradios müssen vielerorts noch per Kabel an das Smartphone angeschlossen werden. Beim Autoradio fehlt mit Aux- Kabelanschluss dazu die Frei sprech-Funktion. Alles kein Problem, beispielsweise mit dem Kitsound Myjack2 Aux-In Bluetooth Converter für 35 Franken. In den Aux-Eingang eingesteckt, wandelt sich jede analoge Anlage zum Bluetooth-Empfänger um, inklusive eingebautem Mikrofon zum Telefonieren im Auto.


Manche nennen das paranoid, wir nennen das gut vorbereitet

Für die angehenden Eltern
Schwenkbare Kamera, Temperaturkontrolle, Nachtsicht, Talk-Back-Funktion, mehrfarbiges Nachtlicht, kompatibel mit bis zu vier Kameras und mehr als 300 Meter Reichweite. Kein James-Bond-Gadget, sondern der Baby Monitor Explore von Summer Infant für 180 Franken. Wenn das Kind die Überwachung hinter sich hat, wird es damit spielen wollen.


IoT Marke Eigenbau

Für den erfinderischen Programmierer
Das Garagentor, der Whirlpool, die Sicherheitskamera – alles ist in der Theorie per Smartphone oder vollautomatisch steuerbar. Für den McGyver-Programmierer braucht es in der Praxis ein paar Kabel und einen Mini-PC, wie das Raspberry Pi 3 Model B+ für knapp 40 Franken.


Wenn das Lesen ins Wasser fällt

Für die lesefreudige Wasserratte
Wem das Buch schon einmal in die Badewanne geplumpst ist, versteht den Schmerz. Wer vom Herumtragen der Papierberge in der Umhängetasche Rückenschmerzen hat, auch. Neuere E-Reader, wie das abgebildete Premuim-Modell Kindle Oasis mit 300 ppi Pixeldichte, sind staubfest, wasserdicht und leicht. Der abgebildete Kindle Oasis kostet stolze 340 Franken, günstigerer E-Reader-Modelle sind schon ab etwa 80 Franken erhältlich. Für ein einfaches wasserdichtes Modell sind 100 bis 150 Franken fällig.

Alle abgebildeten Produkte sind über eine Google-Suche im Internet zu finden und in der Schweiz erhältlich, beziehungsweise in die Schweiz lieferbar.

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