Post und Swisscom lancieren gemeinsame Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen

von Luca Cannellotto

6. Dezember 2018 - Die Schweizerische Post und Swisscom wollen nach eigenen Aussagen gemeinsam eine einfache, sichere und nachhaltige Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen lancieren, deren Daten in der Schweiz verbleiben und die auch die hohen Sicherheitsanforderungen von Banken erfüllen soll.

Die Schweizerische Post und der Telekommunikationsanbieter Swisscom haben bekannt gegeben, im Bereich Blockchain zu kooperieren. Ziel sei es, eine einfache, sichere und nachhaltige Infrastruktur für Blockchain-Anwendungen für die Schweiz zu bauen. Darauf sollen einerseits eigene Blockchain-Dienstleistungen betrieben werden, andererseits sollen damit Schweizer Unternehmen die Möglichkeit erhalten, im Wettrennen um die Nutzung der Blockchain-Technologie von der Plattform zu profitieren. Die Markteinführung für erste Pilotanwendungen ist für das zweite Quartal 2019 geplant. Das Angebot richtet sich laut Swisscom an Unternehmen und öffentliche Verwaltungen, die sensitive digitale Geschäftsprozesse sicher und nachweisbar abwickeln wollten.

Laut einer Mitteilung sei die Infrastruktur die erste sogenannte Private Blockchain der Schweiz, die gemeinsam von Partnern betrieben werde. Im Unterschied zu anderen privaten Blockchains blieben die Daten vollständig in der Schweiz, wobei die Infrastruktur auch die hohen Sicherheitsanforderungen von Banken erfülle. Dank der Distributed-Ledger-Technologie würden sich die beiden Instanzen gegenseitig überprüfen und dadurch Vertrauen bilden. Im Unterschied zu Public Blockchains wie beispielsweise Bitcoin oder Ethereum benötige die private Blockchain-Infrastruktur von Post und Swisscom wesentlich weniger Energie, da sie nur von identifizierten Usern genutzt werden könne, die über eine vertragliche Beziehung mit den Anbietern einer Anwendung verfügen. Dadurch seien effizientere Einigungsverfahren möglich sowie eine wesentlich höhere Sicherheit und Leistung.

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