Valora will ersten kassenlosen Shop eröffnen

von Luca Cannellotto

6. Dezember 2018 - Valora will im Frühjahr 2019 am Bahnhof Wetzikon den ersten Shop eröffnen, der ohne Kassen auskommt. Zugang, Einkauf und Bezahlung sollen über eine App möglich sein. Die SBB und Valora haben ein entsprechendes Baugesuch eingereicht.

Valora plant, im Frühjahr 2019 am Bahnhof Wetzikon den ersten komplett kassenlosen Shop zu eröffnen. In der sogenannten Avec Box sollen Zugang, Einkauf und Bezahlung über eine eigens entwickelte App erfolgen. Mitarbeitende werden dennoch benötigt und vor Ort sein, nämlich während der Stosszeiten am Morgen und am Abend. Sie sollen in dieser Zeit die Kunden beim Einkaufen unterstützen, die Regale auffüllen und die Räumlichkeit in Ordnung halten. Der Shop soll jeweils so lange geöffnet sein, wie es das Gesetz oder die Vermieterin – in diesem Fall die SBB – zulässt. Valora plant, die Avec Box an sieben Tagen in der Woche während 24 Stunden für die Kundschaft zu öffnen.

"Valora trägt mit der Avec Box dem Bedürfnis der Bevölkerung nach flexiblen Einkaufsmöglichkeiten Rechnung", ist sich Roger Vogt, CEO Retail Schweiz bei Valora, sicher, und ergänzt: "Convenience bezieht sich bei der Avec Box nicht nur auf das Sortiment, sondern auch auf ein praktisches und schnelles Einkaufserlebnis."

Die SBB als Vermieter haben ein entsprechendes Baugesuch bei der Stadt Wetzikon eingereicht. Die Eröffnung der Avec Box wird für das Frühjahr 2019 angepeilt. Es handelt sich dabei um ein Pilotprojekt, mit dem man Erfahrungen sammeln wolle. Eine Ausweitung des Konzeptes auf weitere Teile des Landes ist zwar geplant, hängt aber vom Erfolg der Avec Box in Wetzikon ab.

Gleichzeitig soll der bereits angekündigte Future Store im Hauptbahnhof Zürich im April 2019 eröffnet werden. Der Avec X genannte Shopp soll Valora in erster Linie als Versuchslabor dienen, in dem neu entwickelte digitale Aspekte des Einkaufserlebnisses wie Bezahlmöglichkeiten und personalisiertes Einkaufen getestet werden. Dieses Konzept soll einmalig bleiben und nicht in weiteren Regionen der Schweiz zum Einsatz kommen, so das Unternehmen.

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