Stadt Zürich mit neuer Smart-City-Strategie

von Alina Brack

6. Dezember 2018 - Mit einer neuen Smart-City-Strategie will der Zürcher Stadtrat das Potential der Digitalisierung nutzen. Dabei legt die Strategie den Fokus auf drei Schwerpunkte: Zukunftsformen der integrierten öffentlichen Mobilität, digitale Stadt und smarte Partizipation.

Der Zürcher Stadtrat hat eine Strategie festgelegt, mit der er das Potential der Digitalisierung nutzen will. Smart City Zürich soll Menschen, Organisationen und Infrastrukturen vernetzen und so einen sozialen, ökologischen und ökonomischen Vorteil schaffen. Zudem soll die Strategie eine zuverlässige und offene Datenstruktur fördern.

Für die Umsetzung der Strategie hat der Stadtrat drei Schwerpunkte festgelegt: Zukunftsformen der integrierten öffentlichen Mobilität, digitale Stadt und smarte Partizipation.

Smarte Partizipation bedeutet dabei laut Mitteilung, den Anspruch der Partizipation der Bevölkerung und Interessengruppen mit den Herausforderungen des Stadtwachstums und des technologischen Wandels zu verbinden. Dabei soll sich die Bevölkerung aktiv einbringen können bei aktuellen Fragen und Projekten. Die Stadtverwaltung will hier mit gutem Beispiel vorangehen und an der Weiterentwicklung von Kompetenzen, Arbeitsinstrumenten und Strukturen für Partizipationsprozesse arbeiten.

Der zweite Schwerpunkt "Zukunftsformen der integrierten öffentlichen Mobilität" bedeutet derweil, dass das öffentliche Mobiltätsangebot ausgebaut werden soll, wobei dies ressourcenschonend geschehen soll. Mit neuen Technologien soll der Verkehr fliessender gemacht werden und im Bereich der Elektromobilität werden Dieselbusse durch Trolley- und Elektrobusse ersetzt. Der öffentliche Verkehr in Zürich wird bis ins Jahr 2030 weitgehend elektrifiziert. Ebenso dazu gehört eine Mobilitätsplattform, über welche bereits Anfang Oktober berichtet wurde und die nahtloses, verkehrsmittelübergreifendes Reisen ermöglichen soll. Ein Pilotversuch mit nachfragegesteuerten Transportmöglichkeiten sowie Tests für das autonome Fahren im öffentlichen Verkehr gehören ebenso zu diesem Schwerpunkt.

Der Strategie-Schwerpunkt "Digitale Stadt" soll die Digitalisierung in der Verwaltung vorantreiben. Dazu sollen technologische Hürden und Vorbehalte abgebaut und die Zusammenarbeit über die Grenzen der Stadtverwaltung hinweg ausgebaut werden. Zudem verspricht der Stadtrat, dass das Angebot an Online-Services erweitert und über den zentralen Online-Zugang "Mein Konto" zugänglich gemacht wird. Stadtinterne Prozesse werden derweil konsequent digital gestaltet.

Mit der Schaffung neuer Instrumente soll nebst den drei Schwerpunkten die Innovation in der Verwaltung gefördert werden. Mit einem Innovationskredit sollen Projekte künftig schnell und direkt mit bis zu 150'000 Franken unterstützt werden können. Anträge, die von verschiedenen Dienstabteilungen gemeinsam eingereicht werden und Pilotcharakter haben, werden bevorzugt berücksichtigt.

Und schliesslich richtet der Stadtrat ein Smart City Lab ein, um schnell auf künftige Entwicklungen reagieren zu können. Spezialisten aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung treffen dort zeitlich befristet mit externen Fachleuten zusammen und entwickeln und testen gemeinsam Pilotprojekte. Die Stadt Zürich setzt zudem ihre Unterstützung des Kickstart Accelerators fort und fokussiert in diesem Rahmen den Austausch mit Start-ups auf das Thema Smart City. Auch die Hackathons, die verschiedene Dienstabteilungen der Stadtverwaltung bereits regelmässig organisieren, werden weitergeführt.

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