All-in-One-PCs fürs Büro

von Simon Wegmüller

1. Dezember 2018 - All-in-One-PCs haben sich vom Nischen- zum Trendprodukt entwickelt und machen sich auch im Büro gut.

Wer sich nicht mit Kabeln, Displays und Gehäusen herumschlagen will, ist mit einem All-in-One (AiO)-PC bestens beraten. Dazu kommen meist edle Designs und dem Design adäquate Komponenten. So bahnen sich die Geräte zunehmend auch ihren Weg in Büros und lösen die klassischen Desktop-Setups ab. Dabei handelt es sich bei AiO-Geräten um langfristige Investitionen, wie Sebastian Seyferth, Head of Business bei Acer Computer, erklärt: "Ein All-in-One muss im Unternehmen höchste Anforderungen im Bereich Ergonomie und Design erfüllen und das über einen langen Zeitraum."

Grosses Anwendungsspektrum

AiO-PCs eignen sich für verschiedenste Anwendungsbereiche. "AiO-PCs nehmen wenig Platz ein, da weder auf noch unter dem Pult ein Desktop stehen muss", erklärt Stefan Nünlist, Country Category Manager Personal Systems von HP Schweiz. "Dabei meistert der AiO-PC alle gängigen Office-Anwendungen: seien es Administrationsarbeiten, VoIP-Telefonie oder Bildbearbeitung." Doch auch am Empfang oder als Sicherheit- und Überwachungszentralen machen sich die Geräte gut. Ein weiterer Vorteil von AiO-PCs ist ausserdem, dass sich diese einfach verstauen und wieder in Betrieb nehmen lassen, betont Andreas Müller, Country Manager bei Medion.


Auswahlkriterien

Beim Kauf sollte man dabei auf einige Hauptmerkmale achten. Sehr wichtig ist eine geringe Geräuschemission, "da sich die Recheneinheit direkt im Monitor und dadurch im direkten Arbeitsumfeld des Nutzers befindet", so Sebastian Seyferth von Acer. Weitere wichtige Kriterien sind sicher auch ein gutes Display, allenfalls mit Touch-Funktion, Ergonomiefunktionen sowie die Leistung, da sich AiO-PCs meist nicht aufrüsten lassen. Wesentlich ist bei der Wahl allerdings sicherlich auch der geplante Anwendungszweck, da dieser einen grossen Einfluss auf die benötigten Komponenten haben kann. Und nicht zuletzt sollte man die Konnektivität sowie ein breites Sortiment an Anschlüssen nicht ausser acht lassen, wie Stefan Nünlist von HP Schweiz betont.

Die Geräte dieser Übersicht kommen mit Display-Diagonalen zwischen 23 und 28 Zoll und reichen preislich von knapp 500 bis knapp unter 3000 Franken, dürften also das gesamte Anforderungsspektrum abdecken.


AiO-PCs im Aufwind?

Zur Frage wie sich der AiO-Markt entwickelt, sind sich die von "Swiss IT Magazine" befragen Hersteller uneins. Acer stellt eher rückläufige Zahlen fest, betont aber, dass, "wer Wert auf Design und unkomplizierte Handhabung legt, in AiO-PCs weiterhin die passende Lösung findet", so Sebastian Seyferth. Medion hingegen verspührt eine erhöhte Nachfrage, "insbesondere von Personen, welche die Bildschirmgrösse, den Bedienkomfort sowie Anwendungsmöglichkeiten von Smartphone, Tablets und Notebooks als zu gering einschätzen", erklärt Medion Country Manager Andreas Müller.

Lenovo spricht derweil von stabilen Marktzahlen mit stetigem Wachstum und beobachtet eine Verschiebung hin zu mehr Windows-AiO-Geräten. Den stärksten Trend scheint aber HP zu verspüren. Stefan Nünlist: "Nach einem Marktrückgang ist seit Januar 2017 ein deutlicher Aufschwung im Markt für AiO-PCs zu verspüren." Dies zeige sich sowohl bei der verkauften Stückzahl als auch beim Preis. So würden die Durchschnittspreise wieder leicht ansteigen. Als Hauptgründe für diese Entwicklung sieht Nünlist einerseits das edle Design, andererseits die neuen, technologischen Features der Geräte.

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