Was in Windows 10 v1809 noch immer nicht funktioniert

von René Dubach

16. November 2018 - Auch im korrigierten Oktober-Update für Windodws 10 sind noch diverse Bugs vorhanden. Wer etwa auf gemappte Netzwerklaufwerke oder Remote-Desktop-Verbindungen angewiesen ist, lässt besser die Finger davon.

Mit mehrwöchiger Verspätung hat Microsoft diese Woche nun mit dem Rollout der jüngsten Windows-10-Version 1809 begonnen, die eigentlich vergangenen Monat unter der Bezeichnung Oktober-Update hätte ausgeliefert werden sollen ("Swiss IT Magazine" berichtete).

Doch auch der aktuell verteilte Release ist alles andere als fehlerfrei. Nachdem bereits bekannt wurde, dass das Problem mit den Dateiverknüpfungen weiterhin bestehe, hat Microsoft jetzt auch offiziell über den aktuellen Status des Betriebssystems informiert. Wie den Support-Seiten zu entnehmen ist, dürfte sich insbesondere ein Fehler im Zusammenhang mit dem Mapping von Netzwerklaufwerken als ärgerlich erweisen. Wie Microsoft ausführt, könnten gemappte Laufwerke nach erfolgtem Systemstart und Login nicht mehr verbunden werden, was bekanntlich durch ein rotes X oder in den Benachrichtigungen mit dem Hinweis "Nicht alle Netzwerklaufwerke konnten verbunden werden" angezeigt wird. Als Workaround empfiehlt Microsoft hier die Erstellung eines Scripts, um die Laufwerke manuell zu verbinden.

Zwei weitere Fehler betreffen nur Anwender, die Trend Micros Security-Software oder ältere AMD-Radeon-Grafikkarten vom Typ HD2000 oder HD4000 im Einsatz haben. In ersterem Fall soll die Aktualisierung auf Version 1809 infolge Kompatibilitätsproblemen fehlschlagen, während die Treiber der besagten AMD-Karten für Probleme beim Tabs-Handling im Edge-Browser sorgen soll.

Hinzu kommt ein weiterer, von Microsoft bis anhin nicht kommentierter Bug. Wie "Heise" mit Bezug auf Nutzer-Berichte im Microsoft-Forum meldet, sorgt das 1809er Update für instabile Remote-Desktop-Verbindungen. Entsprechend aktualisierte Rechner würden eine RDP-Verbindung schon nach wenigen Sekunden wieder abbrechen. Wer somit auf die Remote-Desktop-Funktionen angewiesen ist, sollte vorläufig auf ein Update verzichten. Als Workaround wird empfohlen, die Datei mstsc.exe mit einer älteren Version aus einer Installation von Windows 10 v1803 zu überschreiben.

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