Kaspersky verschiebt Datenverarbeitung in die Schweiz, eröffnet Transparenzzentrum

von Simon Wegmüller

13. November 2018 - Im Rahmen einer globalen Transparenzinitiative hat Kaspersky nun in Zürich das erste Transparenzzentrum eröffnet. Die Nutzerdaten europäischer Anwender werden zudem ab sofort in der Schweiz gespeichert und verarbeitet.

Bereits im Oktober 2017 hatte Kaspersky angekündigt, eine globale Transparenzinitiative zu lancieren und dazu an verschiedenen Standorten weltweit Transparenzzentren zu bauen ("Swiss IT Magazine" berichtete). Dies trägt nun Früchte: In Zürich befindet sich nun das erste dieser Transparenzzentren. Die schädlichen und verdächtigen Nutzerdaten europäischer Anwender werden zudem künftig ausschliesslich in zwei Schweizer Rechenzentren verarbeitet und gespeichert, während Kaspersky im Transparenzzentrum autorisierten Partnern Einblick in den Quellcode der eigenen Produkte sowie Updates gewährt.

Darüber hinaus will Kaspersky durch das Transparenzzentrum Regierungen und Partnern Informationen über die eigenen Produkte und deren Sicherheit zur Verfügung stellen, einschliesslich wichtiger technischer Unterlagen, so dass diese in einer sicheren Umgebung extern bewertet werden können. Dies stelle den ersten Schritt im Selbstverpflichtungsprozess dar, den der Sicherheitsexperte im vergangenen Jahr eingeleitet hat, um die Integrität und Vertrauenswürdigkeit seiner Produkte nachhaltig zu gewährleisten und zu dokumentieren, so Kaspersky.

"Transparenz wird für den IT-Sektor zu einer neuen Normalität – insbesondere innerhalb der Cybersecurity-Branche. Wir sind stolz darauf, an vorderster Front dieses Prozesses zu stehen. Mit der Verlagerung wesentlicher Teile unserer Infrastruktur in die Schweiz, bringen wir diese an einen der sichersten Standorte der Welt. Wir beginnen damit, die im Rahmen unserer globalen Transparenzinitiative gemachten Versprechen in die Tat umzusetzen und erhöhen auf diese Weise die Widerstandsfähigkeit und Sichtbarkeit unserer Produkte", so Eugene Kaspersky, CEO von Kaspersky Lab.

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