Stilvolle Drahtlos-Kopfhörer

von Luca Cannellotto

3. November 2018 - Die sportlichen Kopfhörer von Libratone sehen nicht nur gut aus.

Das dänische Unternehmen Libratone ist hauptsächlich bekannt für seine drahtlosen und mobilen Lautsprecher. Neuerdings entwickelt der Hersteller aus dem hohen Norden aber auch Kopfhörer. Das neueste Modell heisst Libratone Track+ und ist ein drahtloser In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Rauschunterdrückung, der sich vorwiegend an Nutzer richtet, die auch beim Sport gerne Musik hören.

Edles Lifestyle-Produkt

Schon beim Handhaben der Verpackung wird klar, dass Libratone nicht nur Geräte für guten Sound verkauft, sondern auch Lifestyle. Dies bedeutet jedoch auch, dass man für relativ wenig Gerät ziemlich viel Verpackung bekommt. In der robusten Schachtel finden sich, eingepackt in viel Schaumstoff, neben den Kopfhörern selbst noch ein etwas zu kurzes USB-­Ladekabel, vier zusätzliche Aufsätze für die Hörkapseln sowie eine Kurzanleitung. Nicht vorhanden ist jedoch irgendein Beutel oder Ähnliches, um die Kopfhörer zu verstauen. Das hätte man bei einem Preis ab rund 200 Franken eigentlich erwarten können.

Auffallend ist dafür schon auf den ersten Blick die sehr gute Verarbeitung der Kopfhörer. Die beiden Hörkapseln sind aus hartem Kunststoff sowie Aluminium und werden durch ein langes Band aus Silikon miteinander verbunden. Auf jeder Seite ist im Silikonband eine Steuerungseinheit aus Aluminium eingelassen. Auf der linken Seite befinden sich der Einschaltknopf, während die rechte Steuerungseinheit die Knöpfe für die Lautstärke und den Pausenknopf sowie den Anschluss für das Mikro-USB-Kabel beherbergt.


Tragekomfort pur

Das Silikonband ist clever konzipiert. Es ist flach und robust und kommt sehr angenehm um den Nacken und auf den Schultern zu liegen, sodass man das Gewicht von 28 Gramm beim Tragen kaum spürt. Die beidseitig angebrachten Steuerungseinheiten liegen vorne auf den Schultern auf und stabilisieren die Konstruktion zusätzlich, sodass die Kopfhörer auch beim Joggen an ihrem Platz bleiben, sofern man es nicht übertreibt. Darüber hinaus sind sie so sehr gut erreichbar und die Bedienung wird dadurch zum Kinderspiel.

Auch die Hörkapseln sind so geformt, dass sie gut in die Ohrmuschel passen, ohne hervorzustehen, und dank einem speziellen Aufsatz mit kleinen Flügeln fallen sie auch bei sportlichen Aktivitäten nicht heraus. Was die Ergonomie und den Tragekomfort angeht, so ist der Track+ ein wahres Schmuckstück. Ebenfalls nicht zu verachten: Der Kopfhörer ist Schweiss- und Spritzwasser-resistent, gibt also nicht gleich den Geist auf, wenn Körperflüssigkeiten oder ein Regenguss auf die Bauteile treffen.


Satter Sound und ANC

Der Sound, der aus den Track+ ans Ohr dringt, ist satt und etwas Bass-lastig, aber durchaus angenehm. Der grosse Star der Show ist jedoch die aktive Rausch­unterdrückung oder ANC für Active Noise Control, die in vier Stufen eingestellt werden kann. Je nach Stufe dringen jeweils mehr oder weniger Umgebungsgeräusche durch die Hörkapseln. Auf der höchsten Stufe kann man sich voll auf die Musik konzentrieren, weil man quasi komplett von der Aussenwelt abgeschottet ist, während die unterste Stufe es erlaubt, die Geräuschkulisse der Umwelt deutlich wahrzunehmen, was beispielsweise beim Joggen in einem urbanen Setting Sinn macht. Nutzt man zu den Kopfhörern noch die Smartphone App von Libratone, kann man auch eine dynamische Rauschunterdrückung einschalten, welche deren Stufe automatisch der Intensität der Umgebungsgeräusche anpasst.

Eine volle Akkuladung reicht für fast acht Stunden Hörgenuss, also ziemlich genau soviel, wie der Hersteller verspricht. Schaltet man jedoch das Noise Cancelling ein, dann sinkt dieser Wert je nach Stufe der Rauschunterdrückung. Aus acht Stunden werden dann schnell sieben oder sechs. Wer also plant, länger mit den Kopfhörern in der Natur unterwegs zu sein, sollte nicht vergessen, eine Powerbank mit auf den Weg zu nehmen. Wenigstens dauert der Ladevorgang nur knapp mehr als eine Stunde. Darüber hinaus sind die Track+ immerhin so schlau und schalten sich aus, wenn sie nach einer Weile nicht benutzt werden, und wieder ein, wenn sie merken, dass sie wieder bewegt werden.

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