Apple betreibt iCloud auf Googles Servern

von Rosa Pegam

28. Februar 2018 - Apple verzichtet auf eigene Cloud-Server und setzt stattdessen auf Google und Amazon. Azure scheint vorerst ausgebootet zu sein. Die möglichen Befürchtungen von iPhone- und iPad-Nutzern hinsichtlich der Nutzerdatensammlungen will der Konzern zerstreuen, indem er erklärt, die Daten würden verschlüsselt und anonym auf den Google-Servern liegen.

In einer offiziellen Veröffentlichung zur iOS-Sicherheit beschreibt Apple, dass iCloud-Daten und andere cloud-basierte Apple-Services auf der Google-Cloud-Plattform oder Amazons AWS gehostet werden. Bislang wurde vermutet, dass der Konzern für seine Cloud-Infrastruktur unter anderem auch auf Microsoft Azure setzt. Das Dokument erwähnt Azure jetzt nicht mehr, und stattdessen scheint Google verstärkt zum Einsatz zu kommen.

Wer jetzt Bedenken hinsichtlich seiner Adressbücher, Agendas, Fotos und Dokumente hat, soll von Apple beruhigt werden. In dem Dokument heisst es, die Daten würden zerlegt und fernab von Nutzerinformationen verschlüsselt auf der Google-Cloud-Plattform gespeichert.

Apple veröffentlicht seinen iOS Security Guide regelmässig, und zuletzt waren als Remote Data Storage Systeme AWS und Azure darin erwähnt. Es ist zwar nicht sicher, dass Apple seine iCloud tatsächlich von Microsoft und Amazon abgekoppelt hat, aber jetzt hat das Unternehmen zum ersten Mal bestätigt, vor allem im Mobile-Devices-Geschäft auf den grossen Konkurrenten Google zu setzen.

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