Chromebooks im Bildungsbereich

Acer Chromebook 514 vs. Asus Chromebook C423

Chromebooks im Bildungsbereich

Artikel erschienen in IT Magazine 2019/03
Seite 2

Acer vs Asus

Sowohl Acer als auch Asus haben aktuelle Education Chromebooks im Angebot. Beide Geräte bewegen sich im unteren Preissegment, warten dabei aber trotzdem mit hochwertiger Qualität und Spezifikationen auf, die im Klassenzimmer für genügend Leistung sorgen dürften.

Mit dem Acer Chromebook 514 bietet der Hersteller ein robustes, aber trotzdem ansehnliches Chromebook, das über ein 14-Zoll-Full-HD-Display inklusive Touchscreen verfügt. Im Innern sorgt ein Intel Pentium N4200 Quad-Core-Prozessor für die nötige Rechenleistung, während 8 GB Arbeitsspeicher auch bei einer grossen Zahl geöffneter Tabs für eine flüssige Benutzung sorgen. Dazu hat Acer dem Gerät wahlweise bis zu 32 GB eMMC-Speicher spendiert. Dies mag zwar nach wenig klingen, doch weil das Gesamtkonzept der Chromebooks ohnehin auf die Cloud ausgerichtet ist, dürfte dies locker reichen, um ab und zu ein paar Dateien auch lokal zu speichern. Daneben unterstützt das Gerät alle modernen Konnektivitäts-Standards (siehe Tabelle), besitz einen SD-Kartenleser und eine HD-Webcam. Kostenpunkt: 597 Franken.

Asus’ Chromebook C423 gleicht in vielen Punkten Acers Chromebook 514, macht aber an einigen Stellen Kompromisse: 14-Zoll-Full-HD-Display (hier jedoch ohne Touch-Funktion, zumindest beim Testmodell), Intel Celeron N3350 Dual Core CPU (die gegenüber der Quad Core CPU bei Acers Modell etwas weniger Leistung bringt, was sich jedoch bei den meisten Anwendungen nur minimal manifestiert), 4 statt 8 GB Arbeitsspeicher und 32 GB eMMC-Speicher. In Sachen Ports gleichen sich die beiden Geräte aufs Haar (zweimal USB Typ C, einmal USB Typ A), und auch Asus’ Chromebook besitzt einen SD-Kartenleser sowie eine HD-Webcam. Insgesamt ist das Modell von Asus ein wenig günstiger, nämlich 419 Franken.

Design & Verarbeitung

Trotz scheinbar hochwertiger Materialien hat das neueste 14-Zoll-Chromebook von Acer eine unerwartet schlechte Verarbeitungsqualität. Obwohl die gesamte Unterseite des Laptops und das obere hintere Gehäuse aus Aluminium gefertigt sind, ist es so dünn, dass es kaum schützender sein kann als Kunststoff. Selbst beim kleinsten Druck auf irgendeinen Teil davon ist ein erheblicher und beunruhigender Flex zu sehen. Die Kunststofflünette um den Bildschirm herum trifft mit einer kleinen, gebogenen Lippe auf das Metallgehäuse, die das Öffnen des Deckels ermöglicht. Dies mag wie eine gute Idee erscheinen, aber wenn man an dieser Lippe zieht, um den Deckel zu schliessen, wird ein Spalt zwischen der Lünette und dem Gehäuse sichtbar.

Leider kann auch die Tastatur nicht zu 100 Prozent überzeugen. So gibt diese bei jedem Tastendruck nach, was zu einem matschigen Gesamterlebnis führt. Das Problem mit dem Gehäuse ist auch hier offensichtlich, mit viel zu viel Flex beim Tippen. Dafür macht das Gorilla Glass Trackpad einiges wieder gut, doch entspricht es trotzdem nicht annähernd dem, was man auf einem teureren Laptop bekommt. Dafür ist es grösser als bei den meisten konkurrierenden Chromebooks, was viele Nutzer bevorzugen dürften. Der FHD-Bildschirm ist dafür beeindruckend und liefert scharfe Bilder, wird aber wohl trotzdem keine Preise gewinnen. Die Touch-Funktion liefert, was sie verspricht, was insbesondere bei der Nutzung von Android Apps sehr hilfreich ist.

Der Asus C423 hingegen ist ein beeindruckend aussehender Laptop, und das dank seines ultraflachen Designs. Der aluminiumfarbene Deckel in einem dezenten Grau sorgt für eine hochwertige Optik. Das Beste am Asus C423 ist jedoch das Display, das den gesamten verfügbaren Platz einnimmt. Dies ist dem Nanoedge-Design von Asus zu verdanken. Die Tastatur weist grosse Ähnlichkeit zu Acers Modell auf. Auch hier wird das Gesamterlebnis von einer etwas inkonsistenten Qualität überschattet. Dafür kann Asus ebenfalls mit einem guten und präzisen Trackpad punkten, das in etwa gleich gross ist wie das des Acer Chromebook 514.
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