Das Fenster zur virtuellen Realität

Acer Windows Mixed Reality Headset

Das Fenster zur virtuellen Realität

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/03
Seite 2

Konkurrenzfähige Hardware

Alle Windows Mixed Reality Headsets der OEMs weisen beinahe durchgehend identische Spezifikationen auf und unterscheiden sich fast einzig durch das Design. Bis heute haben Samsung, Lenovo, HP, Dell, Asus und Acer Headsets auf dem Markt.

Im vorliegenden Modell von Acer wurden zwei LC-Displays mit einer Auflösung von jeweils 1440x1440 Pixeln verbaut, was tatsächlich mehr ist, als Vive und Oculus zu bieten haben, einzig die neue Vive Pro bietet eine etwas höhere Auflösung. Als relativierender Faktor sei die Verwendung von LCD-Technologie genannt, die bekanntlich nicht so gut auf Bewegungsunschärfe reagiert wie die OLED-betriebene Konkurrenz. Die gesamte Gesichtspartie des Headsets lässt sich jederzeit nach oben klappen, sodass die Brille nicht ausgezogen werden muss, wenn man kurz aus der virtuellen Realität aussteigen möchte.

Für die Signalübertragung und die Strom­versorgung geht wie schon erwähnt ein All-in-One-Kabel mit USB 3.0 und HDMI 2.0 von der Brille ab. Ein Klinkenstecker am Headset erlaubt das Anschliessen von Kopfhörern und Mikrofon. So können verschiedenen Arten von Headphones verbunden werden, auch Over-Ear-Muscheln passen bequem neben das Kopfband. Durch das Anschliessen eines Mikrofons können kompatible Applikationen ausserdem per Sprachkommandos gesteuert werden.

Die Motion Controller unterscheiden sich von der Oculus- und HTC-Konkurrenz technisch gesehen besonders deshalb, weil sie nicht ein Outside-In-Tracking, also die Positionsbestimmung durch externe Sensoren, nutzen, sondern per Inside-Out-Tracking von den Sensoren im Headset erkannt werden. Das ist Fluch und Segen zugleich, dazu später mehr.

Plug and Update

Im Vorfeld sollte man abklären, ob der eigene PC auch in der Lage sein wird, die rechenintensiven Tasks zu stemmen. Im Minimum sind ein Windows Fall Creators Update für Windows 10, ein Core-i5-Prozessor, 8 GB DDR3 RAM, eine einigermassen potente Grafikkarte mit entsprechenden Treibern sowie USB 3.0 und Bluetooth 4.0 gefordert. Schnell und unkompliziert testen lässt sich die Kompatibilität mit der Applikation Windows Mixed Reality PC Check, die im Windows Store heruntergeladen werden kann.

Der mitgelieferte Quick Start Guide gibt zum Einrichten nur eine einzige Anweisung: Schliessen Sie das Gerät an und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Dem gibt es wenig hinzuzufügen, denn abgesehen von einem grösseren Windows Update, das beim Test erst während dem Setup fällig wurde, ist die Installation mit dem Wizard unkompliziert und angenehm.

Windows Mixed Reality bietet zwei mögliche Raum-Setups an, aus denen beim Einrichten ausgewählt werden kann. Mit einem einfachen Setup kann das Headset stehend oder sitzend verwendet werden. Alternativ lässt sich im Raum ein sicherer Bereich definieren, damit man sich in der virtuellen Welt bewegen kann ohne dabei in der echten Welt ungewollt Vasen umzukippen. Diesen schreitet man während dem Setup einmal ab, anschliessend wird man vom System gewarnt, wenn man diese Grenze verlassen sollte.

Das Szenario, in welches man nach dem Setup gelangt, ist eine kleine Villa am Wasser namens Cliff House, welche als Hauptmenu der Windows Mixed-Reality-Plattform fungiert. Hier kann man sich an das Handling gewöhnen, indem man sich im Haus umherbewegt und es nach Gutdünken umgestaltet. Beliebige Applikationen und andere Objekte werden hier an Wände gepinnt oder irgendwo in der Luft platziert, wobei nach der Rückkehr ins Cliff House wieder darauf zugegriffen werden kann.
Windows 10 jetzt kaufen!
Vorherige Seite  
Seite 2 von 6
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Was für Schuhe trug der gestiefelte Kater?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2018/07
Schwerpunkt: Unified Communication
• Der Wunsch als Vater des Gedankens
• Viel Potential mobiler UC-Lösungen bleibt ungenutzt
• Digitale Assistenten für smarte Meetings
• Marktübersicht: Die Telefonanlage wird virtuell
• Unternehmens­kommunikation in Zeiten von All IP
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER