Start-up Wire

Wire gegen die Grossen

Wire gegen die Grossen

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/03

Privatsphäre im Vordergrund

Die gesamte IT-Infrastruktur von Wire basiert auf einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung – von der Datenübertragung bis hin zur Datenverschlüsselung auf den Servern. Damit möchte das Unternehmen sicherstellen, dass Dritte nicht auf die sensiblen Daten zugreifen können. "Die Unterhaltungen gehören den Nutzern und nicht Wire", stellt Duric klar. "Aus diesem Grund werden so wenige Daten wie möglich gespeichert. Log-In-Informationen werden beispielsweise für maximal 72 Stunden gesichert. Und die Daten, die von uns behalten werden, werden ausschliesslich aus technischen Gründen hinterlegt." Wichtig sei zudem, dass die Nutzer genau wissen, was mit ihren Daten geschieht. "Wir haben zuletzt unsere Datenschutzbedingungen überarbeitet und sie stark vereinfacht und lesbarer gemacht."

Dass inzwischen alle populären Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen kommen, imponiert dem Wire-­CTO nicht. "Der Unterschied zu den anderen Messengern, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten, ist, dass unsere Lösung von Beginn an auf diese Technologie konzipiert und ausgerichtet wurde. Die Verschlüsselung wurde für Einzelchats, Gruppendiskussionen, gesendete Daten und Nutzerinformationen implementiert – bei Wire wurde der Aspekt der digitalen Privatsphäre grundlegend bei der Konzeption und Umsetzung bedacht." Zur Verschlüsselung verwendet der Messenger Axolotl-Ratchet und Pre-Keys, die für mobiles Messaging optimiert worden sind. Bei Anrufen kommen für den Schlüsselaustausch und die ­Authentifizierung DTLS sowie SRTP für die Transportverschlüsselung der Mediendaten zum Einsatz.
Und auch das Thema Transparenz ist dem Zuger Unternehmen sehr wichtig. So sind die App sowie auch das Verschlüsselungsprotokoll als Open Source verfügbar. Das bedeutet, dass der Quellcode, der Aufschlüsse über die Datenverarbeitung gibt, öffentlich ist und jeder ihn einsehen, modifizieren und verbreiten kann.

Trotz oder gerade wegen der vielen technologischen Feinheiten der Anwendung sind die Wire-Gründer sehr darauf bedacht, dass der Messenger auch praktisch ist und Features mitbringt, die Gespräche auflockern und die Nutzer unterhalten. So können Wire-Nutzer, neben Audio- und Video-Anrufen beispielsweise auch GIFs, selbstgemalte Sketche und Sprachnachrichten, die per Filter verzerrt werden können, in ihre Kommunikation integrieren.

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