Eine App als Lebensretter

Eine App als Lebensretter

Artikel erschienen in IT Magazine 2012/10
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Die Finanzierung

Damit dieses System funktioniert, ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die App von so vielen Personen wie möglich genutzt wird. Denn nur dann kann das Start-up ein dichtes Netz an Benutzern erreichen und so die sogenannt epidemische Verbreitung gewährleisten. Die Basisfunk­tionen der Uepaa-App sollen für den Nutzer deshalb gratis erhältlich sein. Finanzieren will sich Uepaa durch Zusatzfunktionen wie beispielsweise die Personenüberwachung, die gegen eine Tages-, Wochen- oder Saisonpauschale erhältlich sein wird.
Um so weit zu kommen, brauchte das Start-up jedoch erstmals genügend finanzielle Mittel. «Im Mai 2011 begann ich damit, mich um die Finanzierung zu kümmern», so Haussmann. Bis Ende Jahr hatte er dank Förder- sowie Investorengelder genügend Mittel zusammen, um durchzustarten. Unter anderem erhielt Uepaa von Venture Kick ein Preisgeld von 130’000 Franken. Genauso essentiell war es für die Jungunternehmer, namhafte Partner für sich zu gewinnen. «Auch das ist uns gelungen», meint Haussmann, will aber derzeit noch keine Namen nennen. Bekannt ist jedoch, dass Uepaa bereits jetzt eng mit der Rega zusammenarbeitet.

Blick in die Zukunft

Derzeit befindet sich Uepaa im Wechsel von der Beta-Entwicklungsphase der App in die eigentliche Entwicklung der App. «Eine der grössten Hürden ist es, diese revolutionäre Technologie aus dem Labor-Stadium der ETH in ein vermarktungsfähiges und skalierbares Produkt zu bringen», so Haussmann. Eine weitere Herausforderung werde dann auch die Zulassung in den Stores von Google und Android sein. «Gerade mit unserer neuen Technologie reizen wir die Möglichkeiten der Geräte aus. Diesen Punkt gilt es daher nicht zu unterschätzen», erklärt der Uepaa-Gründer. Das Ziel des Start-ups ist es, mit der Dienstleitung den gesamten europäischen Alpenraum abzudecken. Neben einem erfolgreichen Start der App setzt dies weitere Partnerschaften mit Rettungskräften der umliegenden Alpenländer voraus. Den grössten Markt sieht das Unternehmen nicht etwa bei den Wintersportlern sondern im Sommergeschäft. «Wandern ist nach wie vor der gefährlichste Sport der Schweiz mit der höchsten Todesrate», so Hauss­mann. Die App soll zudem ein Produkt für Jedermann sein, also auch für jene, die sich kein professionelles Tracking-, Rettungs- oder Alarmierungs-Equipement leisten können oder wollen. (dv)
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