Licht und Klang vereint

Gadget - Ikea Symfonisk
Licht und Klang vereint

Licht und Klang vereint

(Quelle: Ikea)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/09
Seite 1
31. August 2019 -  Unter dem Namen Symfonisk hat das Möbelhaus Ikea einen Lautsprecher lanciert, auf dem eine Lampe thront und in dem Technologie von Audio-Spezialist Sonos steckt.
Ikea und Sonos: eine Partnerschaft, die wortwörtlich aufhorchen lässt. Während der schwedische Möbelhersteller als preiswerter Einzelhändler bekannt ist, richtet sich Sonos als Spezialist für Hifi-­Lautsprecher eher an ein etwas zahlungsfreudigeres Publikum. Durch ein gemeinsames Projekt sind nun zwei Streaming-­Lautsprecher entstanden, die nicht nur erschwinglich sind, sondern auch in Sachen Leistung, Qualität und Design überzeugen sollen. Symfonisk, so nennt sich das Resultat, und das klingt auf Papier irgendwie fast schon zu gut, um wahr zu sein. Konsumenten stehen beim Kauf dabei vor der Wahl zwischen einer Tischlampe mit integriertem Lautsprecher für 199 Franken und einem etwa kleineren Regallautsprecher für 129 Franken, beide jeweils in weiss und schwarz. Eine Lampe, die gleichzeitig als Lautsprecher taugt? Das klingt doch um einiges spannender als eine erschwingliche Sonos-Box fürs Bücherregal. Soviel vorneweg: Wer Sonos bereits kennt, der findet hier quasi eine ­etwas abgespeckte Version des Sonos-One-Lautsprechers, die dafür mit einer netten Zusatzfunktion aufwartet. Für alle anderen bringen wir Licht ins ­Dunkel.

K(l)eine Kompromisse

Beim Sonos-One-Lautsprecher handelt es sich um eine kleine, runde Box, die per WiFi mit anderen Sonos-Lautsprechern und Geräten kommuniziert, so dass von überall her Musik abgespielt werden kann und sich durch den Kauf mehrerer Sonos-Produkte komplexe Lautsprecher-­Architekturen aufbauen lassen. Die Symfonisk-Tischlampe ist ganz ähnlich aufgebaut – allerdings mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, dass eine Glühbirne auf der Box jeglichen Schatten im Raum verschwinden lassen kann. Eine gestrickte Stoffhülle verbirgt einen Hochtöner und einen Mitteltöner mit jeweils einem Digitalverstärker der Klasse D. Dazu muss man leider sagen: Auch wenn das Gerät wie ein 360-Grad-Lautsprecher aussieht, ist es das eigentlich nicht. Die Treiber sind beide richtungsweisend. Wer also Musik hören will, die für den Genuss in Stereo aufgenommen wurde, braucht mindestens ein zweites Sonos-Produkt.

Wie bei einem normalen Sonos-­One-Lautsprecher gibt es bei der Symfonisk-­Lampe Lautstärke- und Play/Pause-­Tasten, hier allerdings statt oben an der Unterseite sowie einen Ethernet-Anschluss auf der Rückseite. Dazu ist ein hübsches, mit Stoff bezogenes Netzkabel im Lieferumfang enthalten. Die Einrichtung und Steuerung erfolgt über die Sonos-App, und zwar so einfach, wie nur irgendwie möglich: Die App findet einen neuen Lautsprecher, man drückt zwei Tasten auf der Tischlampe zur Bestätigung, und schon ist der Speaker registriert. Einen Unterschied zu den Sonos-­One-Lautsprechern gibt es allerdings noch. Und zwar besitzt die Symfonisk-­Tischlampe kein Mikrofon – unterstützt somit auch keinen Sprachassistenten. Zumindest nicht direkt. Wer Sprachsteuerung möchte, braucht entweder ein weiteres Sonos-Produkt mit dieser Funktion, oder aber einen Echo Dot für Alexa, oder Google Home für Googles Sprachassistenten.
 
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