Herausforderung Mobility Management

Herausforderung Mobility Management

Herausforderung Mobility Management

(Quelle: Nomasis)
Artikel erschienen in IT Magazine 2019/01
Seite 1
2. Februar 2019 -  Von Lorenz Zollikofer

Die meisten Unternehmen setzen bereits heute für gewisse Anwendungen auf mobile Smartphones und Tablets. Durch den vermehrten Wechsel in die Cloud und den verstärkten Einsatz von mobilen Apps steigt aber auch die Komplexität beim Umgang mit diesen hybriden Infrastrukturen.
Während noch vor wenigen Jahren von vielen IT-Verantwortlichen der Wechsel ihrer IT-Infrastrukturen in die Cloud als Zukunfts­musik oder bestenfalls Ausnahme angesehen wurde, ist seit einiger Zeit in dieser Hinsicht eine deutliche Trendwende zu beobachten. Mittlerweile begünstigt der steigende Kostendruck auf die IT-Ausgaben die Veränderung. Aber vor allem auch die Tatsache, dass mobiles Arbeiten Geschäftsprozesse effizienter macht, zu mehr Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Kundennähe und nicht zuletzt gesteigerter Mitarbeiterzufriedenheit und Ansehen führt, begünstigt den Trend einer vielseitigen Nutzung von Cloud-Diensten. Allerdings hat sich bei der Verwendung von Smartphones und Tablets der Grossteil der Firmen auf Anwendungen wie E-Mail, Kalender oder Kontaktdaten und dedizierte Firmen-Apps konzentriert – etwa für Servicetechniker, welche mit Apps vor Ort bei Kunden direkt auf Unternehmensanwendungen zugreifen können. Dies einerseits deshalb, weil man der Cloud an sich nur so wenig wie möglich Daten anvertrauen wollte, andererseits aber auch, weil viele Business-Apps nicht über denselben Funktionsumfang wie die Clients für PCs und Laptops ­verfügten.

Unterschiedliche Welten

Und genau hier zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab. Zur Einsicht, dass die Cloud im Unternehmen mittlerweile nicht mehr aufzuhalten ist, kommt nun die Tatsache, dass für immer mehr Anwendungen Smartphones und Tablets die Laptops ablösen werden. Dem Marktforscher Gartner zufolge werden bereits bis im nächsten Jahr Enterprise-­Mobility-Architekturen die IT-Client-­Umgebung dominieren, während sich die traditionelle, Image-basierte PC-Welt auf dedizierte Appliance-Geräte reduzieren wird. Dabei stellt sich zwangsläufig die Frage, wie mit den Clients umgegangen wird. Sollen nun Laptops wie Smartphones und Tablets gemanagt werden oder umgekehrt? Oder gibt es hybride Alternativen zur sicheren Bereitstellung von Enterprise Mobility? Fakt ist, dass zwischen den beiden Bereichen markante Unterschiede bestehen. Während etwa in der PC-Welt die Betriebssysteme voll gemanagt sind, müssen die OS mobiler Geräte durch Enterprise Mobility Management (EMM) geschützt werden. Auch verfügt der Nutzer eines PC nicht über Administratorenrechte und der private Gebrauch kann eingeschränkt werden. Hingegen gewähren Smartphones und Tablets dem Anwender Administratorenrechte, welchen mit Lösungen wie Apple DEP, Google Enterprise oder Samsung Knox kontrolliert werden müssen. Zudem ist dank virtuellen Desktop-Infrastrukturen die Integration von Partner- oder Fremd­geräten einfach umzusetzen, wohingegen bei Smartphones und Tablets dies nicht per se geht, erlauben diese doch immer nur eine EMM-Policy. Bezüglich des Managements mobiler Apps sagt Gartner, dass bis im Jahr 2021 rund 60 Prozent der in Unternehmen verwendeten mobilen Apps mindestens ein Management-Steuerelement auf App-Ebene verwenden, und zwar unabhängig davon, ob es sich um verwaltete oder nicht verwaltete Geräte handelt. Die Funktionalitäten solcher Mobile-App-Management (MAM)-Tools umfassen unter anderem Features wie App Policy Control, Policy Instrumentation, App Discovery oder App Distribution. Selbstverständlich ist es immer irgendwie möglich, die Sicherheit in beiden Fällen zu gewährleisten. Allerdings gelingt dies nur dann, wenn die Unternehmen auch über die notwendigen Ressourcen verfügen. Es ist nämlich ein offenes Geheimnis, dass in der IT zwar das nötige Wissen für das Management von klassischen PC-Umgebungen besteht, es hingegen bezüglich Smartphones und Tablets nicht oder nur ungenügend vorhanden ist.
 
Seite 1 von 3
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2019/07
Schwerpunkt: Managed Document Services 2019
• Dokumente verwalten von MDS bis EIM
• ECM ist in der Schweiz ein Wachstumsmarkt
• MDS - Basis für den Wandel zum modernen Arbeitsplatz?
• Die Datensilos müssen weg
• Strategien für ein effizientes Output Management
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER