CIO-Interview: "SAP S/4 Hana bietet die nötige Flexibilität"

CIO-Interview: 'SAP S/4 Hana bietet die nötige Flexibilität'

CIO-Interview: "SAP S/4 Hana bietet die nötige Flexibilität"

(Quelle: Galexis)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/12
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1. Dezember 2018 -  Cord-Ulrich Fündeling ist als Leiter IT Services der Galenica-Tochter Galexis aktuell damit beschäftigt, die IT-Plattformen der Gruppe zusammenzuführen. Ausserdem führt Galenica SAP S/4 Hana ein, ein erster Go-Live ist Anfang 2019 geplant.
"Swiss IT Magazine": Auf der Website von Galexis zitieren Sie Albert Einstein mit den Worten: "Man muss die Dinge so einfach wie möglich machen. Aber nicht einfacher." Inwieweit gilt diese Aussage für Ihre IT?
Cord-Ulrich Fündeling: Galenica ist eine Unternehmensgruppe, die verschiedene Geschäftsbereiche, Gesellschaften und Businessmodelle in sich vereint. Bedingt dadurch ist die IT ziemlich heterogen aufgebaut, denn jede Gesellschaft hat – basierend auf dem jeweiligen Businessmodell und den damit verbundenen Prozessen – andere Anforderungen an die IT.

Also dürfte es schwierig sein, einen einfachen IT-Betrieb aufrechtzuer­halten.
Das stimmt. In der Vergangenheit war es so, dass die Gesellschaften weitgehend unabhängig voneinander agierten – gerade was die IT angeht, wo die Koordination allenfalls lose war. Seit dem vergangenen Jahr geht die Entwicklung der Unternehmensgruppe nun aber vermehrt in Richtung Nutzung von Synergien, Harmonisierung und Alignierung. Dies wurde angeregt durch unseren CEO, Jean-Claude Clémençon, der nach der Aufteilung der damaligen Galenica Gruppe (IPO) im April 2017 sein Amt angetreten hat. Die IT spielt in diesen Bestrebungen natürlich eine wesentliche Rolle, und wir sind aktuell damit beschäftigt, die Synergiepotentiale in der IT zu ermitteln und sie dann dort zusammenzuführen, wo eine Zusammenführung Sinn macht. In diesem Prozess stecken wir aktuell mittendrin.
Was ist das Ziel dieser Zusammenführung?
Die Alignierung der IT wird den Betrieb über kurz oder lang vereinfachen. Allerdings steht noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Es warten noch zahlreiche Projekte auf uns, und auch organisatorisch gibt es einiges zu tun.

Organisatorisch?
Aktuell gibt es innerhalb der Galenica Gruppe noch fünf IT-Abteilungen, von denen ich die grösste leite. Seit diesem Frühjahr habe ich zudem die Aufgabe, als IT-Fachverantwortlicher die gesamte IT-Landschaft der Gruppe koordiniert weiterzuentwickeln. Doch ungeachtet dessen agieren die vier übrigen Abteilungen nach wie vor relativ unabhängig. Hier gilt es, eine engere Koordination herbeizuführen. Zudem streben wir an, gewisse Dienstleistungen in Zukunft zentral zu erbringen. Schon letztes Jahr wurden IT-Abteilungen organisatorisch unter meiner Leitung zusammengefasst, und im kommenden Jahr wollen wir den IT-Betrieb und den IT-Support für das gesamte Apothekennetzwerk, das aus 350 Apotheken besteht und das heute noch bei einer separaten Abteilung angesiedelt ist, zentral übernehmen.

Wieso wurde die Zusammenführung der IT der gesamten Gruppe nicht schon früher angestrebt?
Ich denke, der Hauptgrund dafür liegt darin, dass die Führung der Gruppe vor dem erwähnten IPO einen anderen Fokus hatte. Jede Einheit mit ihrem eigenen Businessmodell und ihren eigenen Prozessen sollte so selbständig wie möglich agieren können. Kommt hinzu, dass Galenica in den letzten Jahren stetig gewachsen ist und neu dazugekommene Einheiten vorerst in ihren bestehenden Umgebungen weiterarbeiten konnten oder mussten. Seit dem IPO und der Konzentration auf das Schweizer Geschäft wird es für die Galenica Gruppe immer wichtiger, Synergiepotentiale zu nutzen und zumindest bei den Back-­Office-­Funktionen eine einheitliche Basis zu bilden, auf der man aufbauen kann.
 
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