Lichtschleudern fürs Sitzungszimmer

Lichtschleudern fürs Sitzungszimmer

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/10
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29. September 2018 -  Projektoren sind in den meisten Sitzungszimmern noch immer das präferierte Visualisierungsgerät.
Lichtschleudern fürs Sitzungszimmer
Vergleichstabelle von zehn Business-Projektoren: Acer P6600, Benq MH760, Casio XJ-F100W, Epson EB-U42, InFocus IN3148HD, NEC Display Solutions M403H, Optoma EH470, Panasonic PT-VZ470, Viewsonic PG705HD und Vivitek DU978-WT. (Quelle: SITM)
Wer heute in ansehnlicher Grösse etwas visualisieren will, hat dazu mehrere Optionen. Nebst dem klassischen Flipboard auf Papier stehen Projektoren in den unterschiedlichsten Bauformen, grossformatige Displays, Whiteboards oder sogar LED-Videowände als Möglichkeit bereit. Schaut man sich allerdings in den Sitzungszimmern der Unternehmen um, ist der gute alte Projektor in der Regel das Darstellungswerkzeug erster Wahl. Dafür gibt es gute Gründe, bieten Projektoren doch einige Vorteile gegenüber alternativen Visualisierungslösungen, wie Thomas Walter, Section Manager Strategic Product Marketing bei NEC Display Solutions, ausführt: "Sie sind mobil einsetzbar, die Bildgrössen lassen sich flexibel an die Umgebung anpassen und sie ermöglichen dank steigender Helligkeitswerte und mittlerweile standardmässig verfügbaren hohen Auflösungen gut sichtbare Inhalte." Hinzu würden die Kosten kommen, die in vielen Anwendungsszenarien für Projektoren sprechen würden. "Je nach Bildfläche sind sie deutlich günstiger als Large Format Displays oder LED-Lösungen." Ebenfalls kein Faktor mehr sei die Lebensdauer der Lichtquelle – auch herkömmliche Lampen würden heute über eine Lebensdauer von bis zu 15’000 Stunden im Eco-Modus verfügen, so Walter, der von einer grossen Nachfrage nach Projektoren berichtet.

Abkühlung des Marktes

Ähnlich tönt es auch bei Epson. Die Nachfrage nach hochwertigen und zuverlässigen Projektionslösungen für Unternehmen sei gleichbleibend hoch, erklärt Giordano Sticchi, Leiter der Epson Niederlassung in der Schweiz. Es zeichne sich ab, dass die von Marktforschern getätigte Wachstumsprognose des Marktes von etwa 27 Prozent zwischen dem Zeitraum 2016 bis 2020 eingehalten werde. Zufrieden mit dem Projektoren-Geschäft ist man auch bei Acer – zumindest rückblickend. Markus Eigenmann von der Business Unit Projektoren bei Acer Schweiz, führt aus: "Mit dem letzten Jahr sind wir sehr zufrieden. Acer konnte die Verkaufszahlen um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöhen. Für die nächsten zwölf Monate erwarten wir eine Abkühlung des Gesamtmarktes. Deshalb arbeiten wir daran, durch Neuvorstellungen im wachsenden 4K-Bereich unsere gute Entwicklung weiterzuführen."

Denis Luise, Head of Sales Schweiz bei Benq, erklärt, dass der Projektorenmarkt 2017 stabil gewesen sei. Allerdings sei das erste Halbjahr 2018, in das die Fussball-WM gefallen ist, im Consumer-Geschäft etwas schwächer gewesen als bei vergangenen sportlichen Grossanlässen. Zudem seien die Bereiche Corporate und Education leicht rückläufig zu Gunsten von Grossformatdisplays. Nadja Zink, Regional Sales Manager EMEA bei Vivitek, sagt dazu, dass das Projektorengeschäft in der Einstiegsklasse eher rückläufig sei und zu Gunsten von (Touch-)Displays gehe. Bei Projektionsgrössen unter 100 Zoll Diagonale würden beispielsweise die meisten Entscheidungen zugunsten von Displays fallen. "Wo wir noch Wachstum verzeichnen sind die Bereiche Large Venue und Education. Diesen Trend registrieren wir bereits seit einiger Zeit und er wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen", ergänzt Zink allerdings. Zum Bereich Education fügt sie sogar an, dass hier ein grosser Nachholbedarf herrscht und Projektoren die günstigere Alternative zum Display seien.
 
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