Fallbeispiel: IT-Support aus der Ferne für Air Zermatt

Fallbeispiel: IT-Support aus der Ferne für Air Zermatt

Fallbeispiel: IT-Support aus der Ferne für Air Zermatt

(Quelle: Air Zermatt)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/10
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29. September 2018 -  Air Zermatt feierte im Mai dieses Jahres das 50-jährige Jubiläum. Vor fünf Jahren wurde die umfassende Digitalisierung des Unternehmens beschlossen und im Zuge dessen die IT und der Support ausgelagert.
Das Helikopter-Unternehmen Air Zermatt aus der gleichnamigen Gemeinde im Kanton Wallis wurde 1968 gegründet und fliegt seitdem hauptsächlich Rettungs- und Transporteinsätze. Über 40 Helikopter verschiedener Hersteller standen bis zum heutigen Zeitpunkt im Dienst von Air Zermatt. Im Laufe der Jahre entwickelte sich nicht nur die Technologie der Fluggeräte stetig weiter, auch die IT hielt Einzug in das Unternehmen. Das starke Wachstum von Air Zermatt sowie die höheren Anforderungen an die Einsätze und somit auch an die Technik im Allgemeinen und die IT-Infrastruktur im Speziellen haben dazu geführt, dass das Unternehmen im Jahr 2013 beschloss, die gesamte IT sowie den Support auszulagern. So ist die Zusammenarbeit zwischen Air Zermatt und dem IT-Dienstleister Seabix aus Villmergen entstanden.

Bewusstsein für die eigenen Grenzen

Thierry Kramis, Geschäftsführer von Seabix, erinnert sich an die Anfänge der Kooperation: "Es ist sehr spannend zu sehen, wie die Ausgangslage in der IT von Air Zermatt war und wie sich die Dinge bis heute verändert haben, beziehungsweise wo es auch heute noch weiterhin Handlungsbedarf gibt." Der Wendepunkt– wie bei anderen Unternehmen auch – das starke Wachstum von Air Zermatt gewesen, so Kramis. Wichtig sei in einer Wachstumsphase vor allem auch, dass sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenzen fokussieren könnten, jedoch hätten dies viele noch nicht erkannt. sei Bei Air Zermatt hingegen habe man, bedingt durch die Gegebenheiten des Helikopter-Business, das Bewusstsein schon früh dafür gehabt, dass man für viele Prozesse, wie beispielsweise die vielen Zertifizierungen, eng mit externen Partnern zusammenarbeiten müsse. Aus diesem Grundgedanken heraus sei für die Verantwortlichen der Schritt zur Auslagerung der IT an einen spezialisierten Dienstleister ein kleiner gewesen.

Wie Gerold Biner, CEO von Air Zermatt, erklärt, habe man primär eine Last loswerden wollen: "Wir wollten Dinge wie das Backup der Daten oder das Austauschen eines defekten PCs nicht mehr selber machen und dafür personelle Ressourcen einsetzen. Ausserdem war die Plan­barkeit der IT-Ausgaben sehr wichtig." Letztlich habe auch die Personalsituation den Ausschlag für die Entscheidung gegeben, die IT auszulagern. "Bei einer Firma wie Air Zermatt reicht es nicht mehr, nur eine Person zu haben, die sich um die IT kümmert, man muss die Position mindestens redundant besetzen. Die dabei entstehenden Personalkosten sind nicht zu unterschätzen. Ausserdem besteht die reale Gefahr, dass internes Wissen nirgends dokumentiert wird oder Prozesse gar fehlen", so Biner.
 
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