SETI sucht mit Künstlicher Intelligenz nach extraterrestrischem Leben

SETI sucht mit Künstlicher Intelligenz nach extraterrestrischem Leben

SETI sucht mit Künstlicher Intelligenz nach extraterrestrischem Leben

(Quelle: Breakthrough Listen)
11. September 2018 -  Das SETI Institute setzt neuerdings Künstliche Intelligenz ein, um nach Anzeichen für extraterrestrisches Leben zu suchen. Erste Tests konnten bereits 72 neue, jedoch sehr kurze Signale empfangen, die von einer drei Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie stammen.
Das SETI Institute (Search for Extraterrestrial Intelligence) betreibt seit den 1960er Jahren wissenschaftliche Projekte, die sich der Suche nach ausserirdischem Leben verschrieben haben. Neuerdings forscht das Institut auch mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz. Forscher von Breakthrough Listen, einem SETI-Projekt, das an der Universität von Kaliforniern in Berkeley beheimatet ist, haben nun dank der eingesetzten Künstlichen Intelligenz 72 neue, bisher unbekannte Signale empfangen können, die von einer Galaxie stammen, die drei Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist.

Die empfangenen Radiosignale sind nur wenige Millisekunden lang und unbekannten Ursprungs. Jedoch gehen Forscher davon aus, dass sie unter Umständen von extraterrestrischen Technologien stammen könnten. Wie die Universität Berkeley in einem Beitrag schreibt, sei dies insofern ein Durchbruch, weil sich dadurch zeige, dass Künstliche Intelligenz in der Lage sei, aus dem Rauschen der Signale im All jene herauszufiltern, die von herkömmlichen Algorithmen nicht gefunden werden könnten.

Die empfangenen Signale seien insofern speziell, als diese in regelmässigen Abständen ausgesendet würden, was bereits verschiedene interessierte Forscher auf den Plan gerufen habe. Solche Muster könnten ein Hinweis auf einen nicht natürlichen Ursprung der Signale sein. Die neu eingesetzte KI habe hierfür Daten und Signale überprüft, die im August 2017 empfangen wurden, und hätte die neuen Signale gefunden, die mit den davor eingesetzten Mitteln nicht erkennbar waren. Das Team um den Doktoranden Gerry Zhang habe hierfür Techniken angewendet, die normalerweise von Internet-Firmen eingesetzt werden, um Suchergebnisse zu optimieren. (luc)
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