Pixel fürs Büro

Pixel fürs Büro

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/06
Seite 1
9. Juni 2018 -  Bei allen grossen Herstellern finden sich 4K-Displays im Angebot. Allerdings macht die Verwendungen einer solchen Auflösung nicht in jedem Anwendungsszenario Sinn.
Pixel fürs Büro
Vergleichstabelle von zwölf 4K-Displays: Acer ProDesigner PE320QK, AOC U2777PQU, Benq PD3200U, Dell UltraSharp 27 U2718Q, Fujitsu P27-8 TS UHD, HP Z27 4K UHD, Iiyama Prolite B2875UHSU-B1, Lenovo P27u, LG Electronics27UK850-W, Philips328P6VJEB/00, Samsung LU32H850UMUXEN und Viewsonic VX4380-4K. (Quelle: SITM)
HD beziehungsweise 4K-Auflösung spielt nicht nur auf dem heimischen Fernseher eine immer grössere Rolle. Auch Computermonitore mit einer Auflösung von 3840×2160 finden sich heute im Portfolio aller grossen Hersteller. Allerdings: Im Gegensatz zum TV-Markt sind 4K-Computermonitore noch kein Mainstream, wie Erkan Sekerci, Sales Director für die DACH-Region bei Iiyama International, erklärt. Im professionellen Einsatz wie bei der Bildbearbeitung und auch beim Gaming steige die Nachfrage zwar stark. Aber: "Das Volumengeschäft wird nach wie vor mit Full-HD-Monitoren gemacht, wobei wir eine stark steigende Nachfrage nach WQHD Auflösung sehen, also 2560×1440 Pixeln." Auch Chris Erkel, Solution Technologist bei Lenovo (Schweiz), erklärt, dass die meistverlangte Auflösung im Moment 1920×1080 Pixel sei. Doch immerhin: Bei Lenovo liegt der Marktanteil von 4K-Displays heute schon bei rund 20 Prozent, und die Tendenz zeige klar nach oben.

Eine Frage der Grösse

Die Nachfrage nach hohen Auflösungen steht allerdings auch in einem direkten Zusammenhang mit der Display-Diagonalen. Bei einer Diagonalen von 24 Zoll, die im Office-Umfeld häufig verwendet wird, machen 3840×2160 Pixel schlicht keinen Sinn – dessen sind sich die Hersteller einig. Stellevertretend erklärt Patrick Weinmann, Client Solutions Field Marketing Manager bei Dell EMC Schweiz: "Bei 24-Zoll und kleineren Monitoren empfehlen wir Full HD, bei 27 Zoll eine QHD-Auflösung und bei grösseren Bildschirmen auch eine 4K-Auflösung." Und er ergänzt: "Mehr ist nicht immer besser! Vor allem bei mobilen Geräten sollte man sich überlegen, ob eine 4K-Auflösung wirklich benötigt wird, da solch hochauflösenden Displays mehr Strom verbrauchen. Ausserdem werden Systeme mit integrierter Grafik mit grosser Wahrscheinlichkeit langsamer, weil der Grafikchip auf der System-CPU sitzt."

Thomas Müller, Country Manager bei Viewsonic, stellt bei 27-Zöllern einen starken Trend zu 4K fest, ist aber der Meinung, dass Bilddiagonalen ab 32 Zoll am besten für 4K-Anwendungen geeignet sind. Bei Viewsonic beträgt der Anteil an 4K-Displays aktuell rund 10 Prozent. Zum Thema 4K-Anwendungen fügt Müller an: "Der Bedarf startet heute schon bei normalen Office-Anwendungen wie Excel und geht bis zur professionellen Foto- und Bildbearbeitung. Die Verfügbarkeit von 4K-Inhalten übers Internet pusht­ die 4K-Verbreitung in Privathaushalten zusätzlich. Im Gaming gibt es auch eine Tendenz zu 4K, aber hier ist die Entwicklung noch am Anfang."
 
Seite 1 von 3
Nächste Seite

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.
Anti-Spam-Frage Wieviele Fliegen erledigte das tapfere Schneiderlein auf einen Streich?
Antwort
Name
E-Mail
NEWSLETTER ABONNIEREN
Abonnieren Sie unseren täglichen Newsletter mit den wichtigsten ICT-Meldungen
SWISS IT MAGAZINE - AUSGABE 2018/12
Schwerpunkt: Big Data im KMU
• Big Data: Ein etabliertes Modell mit hoher Dynamik
• Backup, aber wie?
• Datenmanagement gestern und heute
• Marktübersicht: Data-Analytics-Dienstleister
• Interview: "Daten sind der Lebenssaft"
Zum Inhaltsverzeichnis
SPONSOREN & PARTNER