Schweizer Cloud erobert die Welt

Schweizer Cloud erobert die Welt

4. Juni 2011 - Vor zwei Jahren wurde der Grundstein für Cloudsigma gelegt. Heute expandiert der Infastructre-as-a-Service-Anbieter, der rasant wächst, bereits in den US-Markt.
Artikel erschienen in IT Magazine 2011/06
Cloudsigma-CEO Patrick Baillie will es jetzt auch in den USA wissen.
Im November 2009 haben Patrick Baillie und Robert Jenkins im zürcherischen Glattbrugg das Unternehmen Cloudsigma gegründet. Beim gleichnamigen Produkt, an dessen Entwicklung die beiden jungen Männer mit einem Abschluss in Wirtschaftswissenschaften der renommierten Cambridge University bereits seit fünf Monaten arbeiteten, handelt es sich um einen Cloud-Computing-Dienst beziehungsweise einen Infrastructure-as-a-Service (IaaS), der sich deutlich von anderen abheben soll. «Wir haben andere, öffentliche IaaS getestet und dabei herausgefunden, dass sie viele Restriktionen für Kunden beinhalten und auch viele proprietäre Standards voraussetzen. Sie waren zu wenig intuitiv und flexibel. Diese Probleme wollten wir mit Cloudsigma aus der Welt schaffen», erklärt Cloudsigma-Mitgründer Robert Jenkins.

Entscheid für die Schweiz und Zürich

Aber wie kamen die beiden Briten überhaupt auf die Idee, ins IT-Business einzusteigen und wieso gründeten sie ihr Unternehmen gerade in der Schweiz? Baillie arbeitete in mehreren Investment-Banken, auch in der IT, unter anderem bei Credit Suisse in Zürich. Er verfügte also über einen gewissen IT-Background und kannte die Schweiz. Mitgründer Jenkins arbeitete seinerseits erst ebenfalls als Finanzanalyst in mehreren Investment-Banken, machte sich danach aber selbstständig und gründete ein paar Technologie-Unternehmen.
Für den Standort Schweiz entscheidend waren für Jenkins und Baillie aber vor allem strategische Entscheide. «Wir wollten ganz gezielt den noch unterversorgten europäischen Markt adressieren und die Schweiz war in unseren Augen der ideale Ort dafür», erklärt Jenkins. Die Schweiz liege im Herzen von Eu-ropa und offeriere so beste Möglichkeiten für Netzwerkservices mit geringer Latenzzeit an jeden Ort. Für den Standort in Zürich beziehungsweise Glattbrugg sprach laut dem Cloudsigma-CTO, dass dort ein grosser Netzwerk-Hub sei, an dem man aus rund 30 Carriern auswählen könne, die ihre Leitungen alle direkt bis in den Firmensitz verlegt haben. Ausserdem sei in Zürich das direkte Peering mit Schlüsselnetzwerken wie denen von Google und Akamai möglich. Weiter passt die Schweiz laut den beiden Gründern auch zum Unternehmens-Commitment, einen Cloud-Dienst anzubieten, der die Umwelt möglichst wenig belastet. Das schweizerische Stromnetz sei eines der saubersten der Welt. Für die Schweiz und Zürich sprach laut Jenkins zudem noch, dass hier ein internationales, mehrsprachiges Umfeld vorhanden und es damit der ideale Platz sei, um Spezialisten zu rekrutieren.
 
Seite 1 von 2

Neuen Kommentar erfassen

Anti-Spam-Frage Was für Schuhe trug der gestiefelte Kater?
Antwort
Name
E-Mail
SPONSOREN & PARTNER