Schweizer Jugend: Kaum Gefahrenbewusstsein beim Surfen im Internet

Schweizer Jugend: Kaum Gefahrenbewusstsein beim Surfen im Internet

15. Januar 2010 -  Switch hat das Surfverhalten der Schweizer Jugend unter die Lupe genommen. Demnach nutzt knapp die Hälfte das Internet täglich.

Im Junior Web Barometer hat Switch das Surfverhalten der Schweizer Schüler analysiert. Die Umfrage zeigt, dass fast die Hälfte täglich im Internet surft, wobei die Knaben mit 55 Prozent häufiger surfen als die Mädchen (39%). 26 Prozent surfen rund 30 Minuten pro Tag, 25 Prozent hingegen ein bis zwei Stunden. 21 Prozent verbringen täglich mehr als zwei Stunden im Internet, was laut Beat Zemp, Zentralpräsident des Dachverbandes der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, eher problematisch ist. Diese Nutzungsdauer zeigt ein Suchtpotential, das in der Medienpädagogik behandelt werden müsse, so Zemp.


69 Prozent haben auf den Heimcomputern uneingeschränkten Zugriff auf sämtliche Webinhalte. Die Jugendlichen (13 bis 20 Jahre) sind vorwiegend an Chats, E-Mail und der Kontaktpflege interessiert, die Kinder (6 bis 12 Jahre) vor allem an Spielen.


Das eigene Internetwissen schätzen 85 Prozent der Jugendlichen als gut oder sehr gut ein, während 57 Prozent das Web-Wissen ihres Hauptlehrers als schlecht deklarieren. Bei den Kindern hingegen empfinden 77 Prozent ihren Hauptlehrer als kompetent, sich selbst hingegen nur 64 Prozent.


Ebenfalls grosse Unterschiede gibt es bezüglich des Gefahrenbewusstseins. 30 Prozent der Kinder fürchten sich davor, im Internet „auf böse Menschen“ zu treffen oder auf Dinge, die ihnen Angst machen könnten (24%). Sorgenfreier zeigen sich die Jugendlichen. Ihre Befürchtungen beschränken sich auf Spam-Lawinen (15%) und „falsche“ Webseiten (14%).


Die Umfrage wurde im Juni/Juli 2009 initiiert. Befragt wurden ehemalige Teilnehmer des Junior Web Awards, die im Zuge dessen gemeinsam eine eigene Website gestaltet haben. Im Zentrum der Studie stand die Selbsteinschätzung der Schüler. Zudem war ihre Meinung zum Internet-Wissen der Eltern und Lehrpersonen gefragt. Insgesamt beteiligten sich 27 Lehrpersonen sowie 575 Schüler an der anonymen Umfrage, wobei die Gruppe der Kinder und die der Jugendlichen separat befragt wurde.

(abr)
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