IBM erhöht Rechenleistung seines Quantencomputers

von Marcel Wüthrich

13. November 2017 - IBM hat angekündigt, Quantenprozessor-Upgrades an seinen IBM-Q-Systemen durchzuführen. So soll die Leistung bis Ende Jahr von 5 auf 20 Qubits gesteigert werden.

IBM hat zwei laut eigenen Angaben "bedeutende Quantenprozessor-Upgrades" für seine kommerziellen Early-Access IBM-Q-Systeme angekündigt, die als Webdienst zugänglich sind. Wie IBM mitteilt, soll zum einen die Rechenleistung von IBM Q bis Ende Jahr von 5 auf 20 Qubits erhöht werden. Zum anderen arbeite man ausserdem an der nächsten Generation von Q-Systemen, in denen dann der erste 50-Qubit-Prozessor zum Einsatz kommen soll. Ein entsprechender Prototyp sei bereits erfolgreich gebaut worden.

Daneben teil IBM mit, dass man das Open-Source Quanten Software Paket QISKit erweitere, das in diesem Jahr vergestellt wurde. Durch die Erweiterung soll es Anwendern möglich werden, Quanten-Computing-Anwendungen zu kreieren und diese auf einem echten Quanten-Prozessor von IBM oder auch einem Quanten-Simulator auszuführen. Ausserdem würde die Neuerungen am QISKit es ermöglichen, den Zustand des Quanten-Systems zu beobachten, etwa dank neuen Visualisierungs-Werkzeugen. Und ebenfalls neu Teil des Pakets sind Beispiele von Quanten-Applikationen und die Integration des QISKits mit IBMs Data Science Experience.

IBM schreibt ausserdem, dass bislang bereits über 60'000 Anwender mehr als 1,7 Millionen Quanten-Experimente durchgeführt haben und 35 Forschungspublikationen von Drittanbietern erstellt wurden. Zudem hätten sich weltweit sich Benutzer von über 1500 Universitäten, 300 High-Schools und 300 privaten Einrichtungen registriert.

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