Melani sieht Internet der Dinge als grösste Herausforderung für die digitale Sicherheit

von Luca Cannellotto

20. April 2017 - Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) definiert in ihrem Bericht zum zweiten Halbjahr 2016 die Bedrohungen in Bezug auf das Internet der Dinge als Schwerpunktthema.

Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes (Melani) beschreibt im zweiten Halbjahresbericht 2016 die wichtigsten Bedrohungsszenarien für die digitale Sicherheit in der Schweiz. Besonderen Fokus legt die aktuelle Ausgabe auf die Bedrohungen in Bezug auf das Internet der Dinge (IoT). Laut Bericht entwickle sich dieses stetig weiter zum "Internet of Everything" (IoE), das neben Geräten auch Menschen, Prozesse und Daten in ein alles umspannendes Netz einbindet. Genau diese umfassende Vernetzung mache die einzelnen Komponenten anfällig für Angriffe, denn bis 2020 sollen rund 20 Milliarden "Dinge" am Internet angeschlossen sein, während es 2016 laut Erhebungen von Gartner noch sechs Milliarden waren. Dabei sehen die Sicherheitsexperten von Melani vor allem auch die Geräte-Hersteller in der Pflicht, die sich noch zuwenig um die Sicherheit der Nutzer kümmerten.

Weitere Themenfelder des Berichtes zeigen die Schweiz als indirektes Ziel von Spionageaktivitäten sowie von Erpressungen durch Ransomware, ausserdem wird auch die Verbreitung von Banking-Trojanern diskutiert. Der Bericht kann auf der Webseite der Melde- und Analysestelle Informationssicherung heruntergeladen werden.

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