Vier MFP für KMU unter der Lupe

Vergleichstest

Vier MFP für KMU unter der Lupe

Artikel erschienen in IT Magazine 2018/01
Seite 2

Testumgebung

Der Test fand wie bei "Swiss IT Magazine" üblich nicht unter Laborbedingungen statt, sondern praxisnah im normalen Bürobetrieb. Die Drucker waren jeweils über dasselbe Gigabit-Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk unserer Redaktion verbunden. Die zu druckenden Dateien wurden vom selben PC aus über das Netzwerk an den Drucker gesendet und nicht via USB-Kabel, um den Normalfall in einer Büroumgebung zu testen, in der sich mehrere Nutzer einen Drucker teilen. Als Papier wurde handelsübliches Kopierpapier mit einem Gewicht von 80 g/m² verwendet.

Die Druck-, Kopier- und Scan-Geschwindigkeit wurde jeweils mit einer digitalen Stoppuhr gemessen. Hierzu ist zu sagen, dass die gemessenen Geschwindigkeiten mitunter von den Herstellerangaben abweichen. So wirkt sich die Latenz der Datenübermittlung über das Netzwerk an den Drucker auf die Zeit aus, die das Gerät bis zum Druck der ersten Seite benötigt. Eine Übertragung von einem via USB-Kabel direkt mit dem Drucker verbundenen Rechner würde vermutlich weniger Zeit in Anspruch nehmen. Ausserdem messen viele Hersteller die Anzahl gedruckter Seiten pro Minute mit der Einstellung "Entwurf", während sich unsere Messungen jeweils auf die Standard-Einstellung beziehungsweise auf die mittlere Druckqualität beziehen. Die Scangeschwindigkeit wurde bei einer Auflösung von 300 dpi gemessen, wobei die Scans als PDF auf einen USB-Stick gespeichert wurden. Die Druckkosten haben wir nicht selbst errechnet, sondern haben uns auf die Angaben von Druckkosten.de verlassen, die in Euro berechnet werden.

Brother MFC-J6935DW

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Brother schickt den Inkjet MFC-J6935DW ins Rennen, mit einem Preis von 449 Franken das günstigste Gerät im Feld und darüber hinaus das einzige, das auch Papier im Grossformat A3 bedrucken kann. Brother ist der einzige der vier Hersteller, der einen A3-Business-MFP in diesem Preissegment anbietet. Bewertet haben wir den Druck auf A3-Papier allerdings nicht. Trotz A3-Verarbeitung ist der Drucker sehr kompakt, handlich und mit 23,7 Kilo Gewicht sogar das zweitleichteste Gerät in der Testreihe. Einen kleinen Abstrich muss man dafür aber in Kauf nehmen: Auch wenn die Verarbeitung des Druckers als gut zu bezeichnen ist, so lottern doch hier und da einige bewegliche Teile. Die Papierkassetten haben geringfügig Spiel und auch die übrigen Schächte sind für unseren Geschmack zu beweglich. Auch die Tasten des Bedienfeldes sind wacklig, jedoch lassen sich damit alle Eingaben problemlos tätigen und auch der Touchscreen reagiert auf Anhieb. Die Menüführung ist simpel und selbsterklärend. Weniger geglückt ist die Positionierung der Anschlüsse, die allesamt im Inneren des Gerätes unter dem Scanner liegen, so dass man diesen hochklappen muss, um ein Kabel anzu­schliessen, das dann über einen Schacht nach aussen geführt wird. Praktisch ist das nicht unbedingt.

Der MFC-J6935DW macht seine Sache ordentlich, wenn es darum geht, Texte in Schwarzweiss zu drucken, auch im Duplexmodus. Weniger gut schlägt er sich allerdings beim Farbdruck. Die Bilder lassen feine Details vermissen und man kann spaltenweise feine vertikale Linien erkennen. Womöglich liesse sich dies noch justieren, jedoch haben wir alle Geräte bewusst in den Grundeinstellungen getestet, denn die wenigsten Nutzer werden sich die Mühe machen, hier von Hand nachzubessern. Was auch auffällt ist, dass die Qualität der Farbdrucke nicht konstant ist, die Intensität der Farben variiert bisweilen merklich, grundsätzlich sind die Farben aber eher zu knallig. Die Scans wiederum gehen in Ordnung, auch wenn sie leicht grobkörnig sind. Allgemein ist der Brother der langsamste Drucker im Test.
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