Will der Bund eigentlich?

Will der Bund eigentlich?

Will der Bund eigentlich?

(Quelle: Swiss Made Software)
Artikel erschienen in IT Magazine 2018/05
Seite 1
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12. Mai 2018 -  Zum zehnten Geburtstag ist Swiss Made Software eine Wirtschaftskraft mit sozialpolitischer Relevanz und spiegelt interessante Parallelen zu globalen Entwicklungen.
Es ist wie mit dem Pawlowschen Hund: Bei Hard- und Software denkt man reflexartig an Silicon Valley und amerikanische Grossmächte wie Google, Facebook, Microsoft oder Apple. Der Blick aufs Smartphone relativiert jedoch die Perspektive. Apps von SBB, Meteoswiss, Local.ch oder Zattoo und Doodle stechen ins Auge.

So entwickelt sich der Softwaremarkt wie andere auch: Neben den dominierenden globalen Brands (Coca-Cola) gibt es Platz für lokale Champions (Ramseier, Rivella). Letztere trotzen nicht nur seit Jahren der Globalisierung, sondern erhalten im Zuge jüngster Skandale rund um (angebliche) Manipulationen auf ­einschlägigen Social-Media-Plattformen neue Bedeutung: Swiss Made Software könnte in Zukunft jenes Vertrauen schaffen, das die grossen Player derzeit gerade verspielen.

500-mal Swiss Made Software

Was vor zehn Jahren gewissermassen als Selbsthilfe-Marketingaktion gegen die US-Vormachtstellung begann, repräsentiert heute eine wachsende Wirtschaftskraft von zunehmend auch politisch strategischer Bedeutung. 500 Softwareunternehmen haben sich inzwischen dem Label angeschlossen. Zusammen beschäftigen sie mehr als 10’000 Mitarbeitende. Allein 2017 stiessen über 100 neue Labelträger dazu. Mit anderen Worten: die Schweizer Softwarebranche lebt – und wie!

Als Swiss Made Software 2007 seinen Ursprung nahm, war die Wahrnehmung aber noch eine ganz andere. In erster Linie ging es darum, ein (Selbst-)Bewusstsein dafür zu schaffen, dass der einheimische Softwarewerkplatz durchaus in der Lage ist, Produkte von Weltformat hervorzubringen. Dass es sich hier nicht nur um blanke Theorie handelt, demonstriert unter anderem Noser Engineering, das sämtliche Core-Libraries des Android-Smartphone-Betriebssystems für Google entwickelte. Somit steckt in weltweit neun von zehn Smartphones eine gute Portion Swiss Made Software. Ausserhalb der lokalen ICT-Branche interessierte dies aber leider weder Medien noch Politik.
 
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