Microsoft ändert Windows-10-Editionen und passt Lizenzgebühren an

Microsoft ändert Windows-10-Editionen und passt Lizenzgebühren an

Microsoft ändert Windows-10-Editionen und passt Lizenzgebühren an

(Quelle: SITM)
8. Februar 2018 -  Microsoft ändert seine Strategie in Sachen Windows 10: Künftig gibt es mehrere Windows-10-Editionen, deren Lizenzkosten sich an der verwendeten Hardware der PC-Hersteller orientieren.
Microsoft überarbeitet die Windows-10-Struktur. So streicht der Softwarekonzern nicht nur die autonome Variante Windows 10 S und ersetzt im Zuge der Einführung von Redstone 4 diese durch einen einzigen, so genannten S-Modus, mit dem sich künftig alle Iterationen von Windows 10 betreiben lassen sollen ("Swiss IT Magazine" berichtete). Darüber hinaus soll noch diesen Frühling eine neue Preisstruktur bei den Lizenzgebühren für PC-Hersteller in Kraft treten.

Windows 10 soll ab April in fünf Varianten an die OEM-Partner geliefert werden. Die Stock Keeping Units kategorisieren sich dann in Entry, Value, Core, Core+ und Advance. Via Windows-Insider Paul Thurrot sind nun weitere Details an die Öffentlichkeit gelangt, die Informationen zur OEM-Preisgestaltung offenlegen. Diese Daten geben Einblick darüber, welchen Anteil des Computerpreises die Windows-Lizenz einnimmt.

Der Lizenzpreis orientiert sich an der Hardware-Ausstattung. Windows 10 Entry würde folglich mit 25 Dollar zu Buche schlagen und bezieht sich etwa auf 14,1-Zoll-Notebooks oder Tablets bis 11,6 Zoll beziehungsweise auf Atom-, Celeron- oder Pentium-Prozessoren und weniger als 4 GB RAM und 32 GB SSD. Im Value-Segment ist die Lizenz für eine SSD bis zu 4 GB oder einer Festplatte mit maximal 500 GB für 45 Dollar zu haben. Core gilt für Geräte, die nicht den Core+- oder Advanced-Spezifikationen entsprechen und kostet 65,45 Dollar. Die Core+-Variante soll bei 86,66 Dollar liegen und gilt für High-End-CPUs und 4 bis 8 GB RAM für Notebooks, Tablets und All-in-one-Systeme mit mindestens 2 TB SSD. Die Advanced-Lizenz führt die Klassen an und soll 101 Dollar kosten: Sie ist ausgelegt für Intel Core i9 oder i7 oder ähnlich leistungsstarke Chips. Hierunter fallen auch Geräte mit 4K-Auflösung.

Ob PC-Hersteller unter bestimmten Umständen weiterhin rabattierte oder kostenlose Lizenzen erhalten können, ist nicht klar. Die neuen Preiskategorien sollen Anfang April in Kraft treten, und die neuen Editionen mit der neuen Windows-10-Version im März oder April auf den Markt kommen. (rpg)
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