CIO-Interview: "Der Virus befiel uns um 14 Uhr ­nachmittags"

CIO-Interview: 'Der Virus befiel uns um 14 Uhr ­nachmittags'

CIO-Interview: "Der Virus befiel uns um 14 Uhr ­nachmittags"

(Quelle: Biotta)
Artikel erschienen in IT Magazine 2017/06
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10. Juni 2017 -  Lucas Markert betreut als One-Man-Show die IT des Saftherstellers Biotta. Im Interview erzählt er, warum es wichtig ist, die Mitarbeiter auf Security-Themen zu sensibilisieren.
Swiss IT Magazine: Biotta bezeichnet sich als Schweizer Bio-Pionier und steht für Nachhaltigkeit. Spielt das Thema Nachhaltigkeit auch in Ihrer IT eine Rolle?
Lucas Markert: Wir setzen hauptsächlich auf Thin Clients, was sicher Nachhaltigkeit im Sinne von geringem Stromverbrauch mit sich bringt. Allerdings ist die Nachhaltigkeit nicht der Hauptgrund für die Thin-Client-Strategie, sondern der geringere Verwaltungsaufwand. Das ist wichtig, da ich die IT bei Biotta alleine betreue. Strom zu sparen, ist sozusagen ein netter Nebeneffekt.

Biotta beschäftigt rund 70 Mitarbeiter. Wie viele davon benötigen einen IT-Arbeitsplatz?
Wir zählen hier in Tägerwilen rund 50 IT-Arbeitsplätze. Gerade in der Produktion teilen sich Mitarbeiter auch einen Arbeitsplatz. Dann hat Biotta noch eine Tochtergesellschaft in Deutschland, wo mit rund 20 Mitarbeitern Halbfabrikate produziert werden. Deren IT betreue ich ebenfalls. Hinzu kommen zwei Lagerstandorte, wo es ebenfalls je einen Arbeitsplatz sowie Infrastruktur für die mobile Datenerfassung gibt.
Können Sie ausführen, wie Ihre IT aufgebaut ist, welches die Hauptpfeiler sind?
Wie bereits erwähnt, sind rund 80 Prozent der Arbeitsplätze mit Thin Clients von Wyse bestückt, während die restlichen Mitarbeiter – vor allem solche im Aussendienst – mit Notebooks arbeiten. Im Hintergrund sind bei uns inhouse drei Vmware-ESX-Server mit knapp 40 virtuellen Maschinen im Einsatz, die aktuell alle noch unter Windows Server 2008 R2 laufen – ein Migrationsprojekt steht hier an. Für die Datenhaltung betreiben wir ebenfalls inhouse ein kleines Rechenzentrum mit drei Storage-Servern, zudem haben wir auch eine IP-Telefonanlage bei uns im Haus. Herzstück unserer IT ist aber mit Sicherheit unser ERP-System, wo wir seit rund drei Jahren mit Microsoft Dynamics AX 2012 arbeiten. Im Jahr 2014 sind wir von Axapta 3.0 auf AX 2012 migriert – haben dabei aber komplett auf der grünen Wiese begonnen. Der Hintergrund dazu ist, dass Thurella, unsere Holding, früher noch im Obst- und Mostgeschäft tätig war und unser früheres ERP entsprechend noch zahlreiche Altlasten mit sich trug. Darum gab es eine komplette Neuinstallation, und AX 2012 kommt bei uns heute in fast allen Bereichen zum Zug – vom Vertrieb und Marketing über die Produktionsplanung bis hin zur Lagerverwaltung gekoppelt mit mobiler Daten­erfassung. Daneben haben wir noch ein kleines BI-Tool im Einsatz, das vor allem vom Verkauf verwendet wird, und für die Lohnbuchhaltung setzen wir auf Abacus.
 
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