WLAN-Brücken ­gegen den Kabelsalat

Devolo Gigagate vs. Netgear Orbi

WLAN-Brücken ­gegen den Kabelsalat

Artikel erschienen in IT Magazine 2017/05
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6. Mai 2017 -  WLAN-Bridges schlagen Brücken in entlegene Ecken von Gebäuden, wo weder Kabel noch WLAN-Router eine Verbindung herstellen können. «Swiss IT Magazine» hat zwei Produkte aus dieser Kategorie getestet.
WLAN-Brücken ­gegen den Kabelsalat
(Quelle: Netgear)
Es grenzt schon fast an Gesetzmässigkeit, dass sich der heimische Internetanschluss in der jeweils falschen Ecke des Wohnraumes befindet. Und weil es in modernen Haushalten und Geschäftsräumen immer mehr Geräte gibt, die einen Zugang zum weltweiten Datennetz suchen oder gar fordern, gibt es für den Nutzer eigentlich nur drei Varianten: Das gesamte Gebäude zu verkabeln, eine Power­line-Lösung einzusetzen, sofern dies der Stromkreis zulässt, oder aber auf das wesentlich einfacher zu handhabende WLAN zu setzen. In gewissen Konstellationen und je nach Bauweise des Gebäudes, in dem sich das drahtlose Netzwerk ausbreiten soll, reicht aber ein einzelner WLAN-Router womöglich nicht aus, weil er nicht jede Ecke der Wohnung oder des Hauses ausreichend mit Daten versorgen kann. Um diesem Manko entgegenzuwirken gibt es Repeater und Bridges, die das WLAN-Signal des Routers aufnehmen und in entlegene Winkel der Behausung weitersenden. Ein solches System kann in weitläufigen Räumlichkeiten im selben Stockwerk eingesetzt werden, aber auch, um eine Verbindung über mehrere Stockwerke hinweg sicherzustellen.

Die Testkandidaten im ­Überblick

Zwei solcher aktuell in der Schweiz erhältlichen Produkte hat «Swiss IT Magazine» unter die Lupe genommen. Es handelt sich um die WLAN-Bridges Orbi von Netgear (Modell RBK50) und Giga­gate von Devolo. Beide funktionieren nach demselben Prinzip, unterscheiden sich aber im Preis und der Funktionalität. Die zwei Systeme bestehen aus einer Basisstation, die entweder mit dem Modem oder einem nachgelagerten Router verbunden wird, und einem Satelliten, der das Signal der Basisstation empfängt und via Kabel oder auf dem Luftweg an unterschiedliche Endgeräte weiterleitet. Schon beim Öffnen der Verpackungen ist unschwer zu erkennen, dass man es hier mit Herstellern zu tun hat, die über jahrelange Erfahrung im Hardware-Geschäft verfügen. An der Verarbeitung der Geräte gibt es nichts auszusetzen und sie werden mit den wichtigsten Komponenten geliefert.

Im Falle von Devolos Gigagate sind dies nebst den beiden Stationen zwei Stromadapter sowie zwei Gigabit-Ethernet-Kabel. Basis und Satellit sehen auf den ersten Blick gleich aus, sind schwarz, relativ klein und von funktionalem Design. Die Basisstation verfügt über einen Gigabit-Ethernet-Port für den Anschluss an einen Router und auf der Vorderseite befinden sich drei weisse Status-LEDs. Der Satellit ist mit einem Gigabit- und drei Fast-Ethernet-Ports ausgestattet und kann als WLAN-Access-Point genutzt werden. Er verfügt ausserdem über einen Knopf auf der Stirnseite, der dazu dient, mobile Geräte mittels WPS mit dem Satelliten zu verbinden.

Das Paket von Netgear fällt üppiger aus. Die Stationen sind grösser und dementsprechend schwerer, durch die matte weisse Farbe und die runden Formen aber dennoch optisch ansprechend. Im Lieferumfang enthalten sind auch hier zwei Stromadapter, aber nur ein Gigabit-Ethernet-Kabel. Die Basisstation selbst ist ein vollwertiger Router samt eingebauter Fire­wall. Auf deren Rückseite findet man einen Gigabit-Ethernet-Port für den Anschluss an ein Modem oder einen Router sowie drei weitere für die Verbindung mit Endgeräten. Ausserdem verfügt die Station auch über einen USB-2.0-Port, über den ein USB-Stick oder eine externe USB-Festplatte angeschlossen werden kann. Der Satellit ist ähnlich ausgestattet und verfügt über vier Gigabit-Ethernet-Ports sowie einen USB-2.0-Port.
 
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