Europa liegt bei der LTE-Verbreitung zurück
Quelle: Ericsson

Europa liegt bei der LTE-Verbreitung zurück

Während in Südkorea der LTE-Anteil bei 70, in Japan bei 45 und in Nordamerika bei 40 Prozent liegt, dümpelt Westeuropa bei 15 Prozent herum. Bis 2020 soll sich das aber ändern, so eine Ericsson-Studie.
4. Juni 2015

     

Netzinfrastruktur-Anbieter Ericsson hat die neueste Ausgabe seines Mobility-Reports veröffentlicht, der sich mit der weltweiten Verbreitung und Nutzung von Mobilfunktechnologien beschäftigt. Gemäss Ericsson wird sich die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse via Smartphone bis 2020 mehr als verdoppeln, 70 Prozent der Weltbevölkerung soll bis dann Smartphones nutzen, und 90 Prozent soll mit mobilen Breitbandnetzen versorgt sein. Fast 80 Prozent der Teilnehmer, die sich bis Ende des Jahres 2020 erstmals ein Smartphone anschaffen, werden dabei aus dem Raum Asien/Pazifik, dem Mittleren Osten und Afrika kommen.

Ebenfalls beleuchtet wird im Ericsson-Report die LTE-Verbreitung. Gemäss Ericsson hätten Ende 2014 in Südkorea 70, in Japan 45 und in Nordamerika 40 Prozent der Mobilfunkanschlüsse auf LTE basiert. In Westeuropa waren es derweil lediglich 15 Prozent. Allerdings stehe Westeuropa vor einer Aufholjagd – die Zahl der LTE-Anschlüsse soll sich bis 2020 auf 85 Prozent versechsfachen, so Ericsson.


Mit der wachsenden Verbreitung gehe auch ein beschleunigter Anstieg der weltweiten Datennutzung einher, so Ericsson weiter. Die über Smartphones übertragene Datenmenge wird nach Prognosen des Reports bis 2020 um das Zehnfache zunehmen. Dann werden 80 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs auf der Welt von Smartphone-Nutzern generiert. Und die durchschnittliche monatliche Datennutzung pro Smartphone werde beispielsweise in Europa bis zum Jahr 2020 von aktuell 1,2 GB auf 6,5 GB ansteigen. Das Volumen der mobil übertragenen Videodaten werde bis 2020 derweil jedes Jahr um 55 Prozent steigen und schliesslich 60 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs ausmachen. Bei der Datennutzung zeigt der Report zudem, dass ein wesentlicher Anteil des Datenvolumens durch eine begrenzte Zahl von Nutzern erzeugt wird – sprich: Die intensiven Datennutzer stellen zehn Prozent der Teilnehmer dar, verursachen aber 55 Prozent des gesamten Datenverkehrs.

Der komplette Report findet sich unter diesem Link. (mw)


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Kommentare
Ericsson liefert in der Studie leider keine Zahlen zur LTE-Abdeckung, die in der Schweiz wie Sie richtig sagen je nach Provider bei 92 Prozent (Salt) bis 97 Prozent (Sunrise, Swisscom) liegt, sondern beleuchtet die Zahl der LTE-Anschlüsse, spricht also davon, wie viele Nutzer das vorhandene LTE-Netz mit ihrem Gerät auch nutzen. Diese Zahl dürfte in der Schweiz mit Sicherheit weit über den 15 Prozent von Westeuropa liegen, allerdings liegen uns hier leider keine verlässlichen, publikationsfähigen Zahlen aus der Schweiz vor.
Donnerstag, 4. Juni 2015, Redaktion

Wieso erwähnt eine SCHWEIZER Publikation (anstatt nur mehr oder weniger 1:1 irgendwelche Agenturmeldungen zu kopieren) in so einem Artikel nicht wie der Status in der Schweiz ist? Wäre doch durchaus interessant zu wissen, dass wir WELTWEIT absolut Spitze sind, da wir eine LTE-Abdeckung von 97% des bewohnten Gebiets haben!
Donnerstag, 4. Juni 2015, Martin Frey



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