Anerkannte Abschlüsse für erfahrene Informatiker

Anerkannte Abschlüsse für erfahrene Informatiker

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/10
Seite 1
6. Oktober 2013 -  Von Rebekka Risi

Viele Informatiker verfügen über enorme Berufserfahrung, können diese Kompetenzen jedoch häufig nicht belegen. Die Weiterbildung nach dem Informa-Modell F führt zu anerkannten Abschlüssen.
Anerkannte Abschlüsse für erfahrene Informatiker
Rebekka Risi (Quelle: Swiss ICT Magazin)
Die globalen Entwicklungen und die nationalen Regulierungen des Finanzplatz Schweiz haben direkte Folgen für die einzelnen Mitarbeitenden in Schweizer Unternehmen, besonders in der Region Zürich: Restrukturierung und Entlassungen finden laufend statt. Den 836 Ende August im Kanton Zürich arbeitslos gemeldeten Informatikern stehen über 1000 bei jobs.ch offenen Stellen gegenüber.
Einerseits verkleinern einige Unternehmen ihre ICT Abteilungen und entlassen Fachleute – andererseits werden dringend Fachleute gesucht, die auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt schwer zu finden sind. «Es gibt offenbar eine Diskrepanz zwischen den geforderten und den angebotenen Qualifikationen. Viele der heute stellenlosen InformatikerInnen sind Quereinsteiger. Sie haben sehr spezifische Berufserfahrungen, es fehlt ihnen aber allenfalls an breiter und systematischer Ausbildung und an den entsprechenden Nachweisen.» (Zitat inside-it)

Die neue Lösung: das Projekt Informa


Rund 70 Prozent der ICT-Fachleute haben viel mehr Wissen und Fähigkeiten, als sie mit Diplomen nachweisen können. Doch in die tägliche Arbeit fliesst all das theoretische und das in der beruflichen Tätigkeit erworbene Wissen ein. Aber auch alle Erfahrungen, die in Sport, Vereinen, Armee und natürlich in der Familie erworben werden. Auch wer sich beruflich neu orientieren will oder muss, kann sich im Projekt Informa die bisher erworbene Erfahrungen und Kenntnisse anrechnen lassen.
Am Projekt beteiligte Schulen sind etwa WISS, die technische Berufsschule Zürich und die Telematikschule TSBE in Bern. Weiter sind die Fernfachhochschule mit Standorten in Bern und Zürich und die Hochschule für Technik und Architektur Fribourg mit an Bord.
Das Projekt Informa wendet sich an ICT-Fachleute mit viel praktischer Berufserfahrung, an Personen die mitten im Leben stehen und Verantwortung dafür haben, dass sie Arbeit, Weiterbildung und andere Lebensbereiche unter einen Hut bringen können.
 
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Kommentare

Dienstag, 19. November 2013 Adrian
@Jürg, Danke für den Kommentar. Habe diesen Artikel irgendwie verpasst und stimme bedingt zu. Bei jüngeren Informatiker ist es oftmals so, dass der Arbeitgeber wenig bis gar kein Verständnis für Weiterbildung hat und mancher nicht einfach den Arbeitgeber wechseln kann (Berufserfahrung sammeln, Standorte, etc pp). Es gibt also durchaus eine Menge Informatiker, die durch Berufserfahrung viel Fachwissen haben, aber keine Möglichkeit haben diese Nachweislich zu zertifizieren (ausser jemand besucht eine FH und repetiert 2/ 3 oder kann einzelne Module auslassen, natürlich ohne Preisnachlass) Ich würde also behaupten, dass der Bedarf einer "selektiven, kosteneffizienten und produktiven" Zertifizierung/ Diplome sicher vorhanden wäre (ich aber meine Zweifel zu Informa habe), aber im Endeffekt kommen wir auf das Problem, dass Sie ansprechen: Der Schweizer Markt will Fachkräfte aber gefälligst zu Osteuropäischen Preisen.

Montag, 18. November 2013 Jürg Brandenberger
Das ist wieder so ein Quatsch. Das Gleiche wie Esoteriker, oder Sektengelaber. Man verspricht viel Heil im Jenseits wofür man nie verantwortlich gemacht werden kann und das man deswegen nie halten wird. Leere Versprechungen gegen viel Geld, das ist das Ziel! Als Elektronik-Ingenieur mit Fachrichtung Computertechnik und NDS SW-Engineering ist man sicher kein Quereinsteiger und hat alle notwendigen Diplome. Wenn man diese vorweist ist man überqualifiziert, weil es nur um's Geld geht. Solange in Polen und anderswo SW-Engineers für weniger als €10.- pro Stunde arbeiten werden diese beschäftigt und die Ingenieure hier in die Sozialhilfe abgeschoben, gleichgültig was sie an Diplomen vorweisen. Die Alters-Apartheid noch nicht berücksichtigt!

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