Trends und Herausforderungen im ICT-Beschaffungsmanagement

Trends und Herausforderungen im ICT-Beschaffungsmanagement

Artikel erschienen in IT Magazine 2013/07
Seite 1
6. Juli 2013 -  Johannes Lange

Die zunehmende Geschwindigkeit im Business, die Anforderung an Flexibilität und Agilität der Unternehmen sowie der unverminderte Drang zu tieferen ICT-Kosten und mehr Flexibilität in ICT-Verträgen rufen nach neuen Formen der Zusammenarbeit und Leistungserbringung im ICT-Beschaffungsmanagement.
Trends und Herausforderungen im ICT-Beschaffungsmanagement
Johannes Lange (Quelle: Swiss ICT Magazin)
Mit rasantem und unvermindertem Tempo wird auf Anbieterseite auf die überall stattfindenden Veränderungen wie Big Data oder Cloud Computing (IaaS, PaaS und SaaS) mit neuen Angebotsformen reagiert, was dem Business innovative Geschäftsmöglichkeiten eröffnet. Dies hat zur Folge, dass sich die IT-Abteilungen vielerorts von reinen Produktionsbetrieben zu Servicebrokern wandeln oder sich gegen diese externen Serviceerbringer - nicht zuletzt auf der Kostenseite - behaupten müssen. Sei es vom Business oder von der IT getrieben, müssen die neuen Angebotsvarianten in immer schnelleren Zyklen auf die möglichen Auswirkungen und das Kosten- und Nutzenverhältnis analysiert werden. Dies bedingt zusätzliches Fach- und Marktwissen und führt zu höheren Belastungen in den Beschaffungsorganisationen.
Die Umsetzung und Einhaltung der zunehmenden internen und externen Governance-Massnahmen – wer kann es sich leisten, nicht «compliant» zu sein und beispielsweise die Genehmigungsprozesse nicht dokumentiert zu haben – zehren zusätzlich an der Kapazität der Beschaffungsorganisation.
In zunehmender Form wird das Management mittels speziellen Berichten und Fachbeiträgen über die neuen Technologien, Angebotsarten und das veränderte Lieferantenverhalten – insbesondere durch Analysten – sensibilisiert. Dies bedingt in aller Regel eine rasche Auskunftsbereitschaft der Beschaffungsorganisation und spezifisches Know-how sowie einen Einbezug einzelner interner Bereiche. In vielen Situationen führt dies dazu, dass immer häufiger externes Fach- und Expertenwissen kurzfristig einbezogen wird.

Kostenmanagement, Kosteneffizienz und Flexibilität

Mit der Vernetzung von Kunden, Märkten, Mitarbeitern und der ganzen Wertschöpfungskette erhalten die IT-Strategien wieder eine zunehmende Bedeutung in den Managementgremien der Unternehmen. Anstelle ganzheitlicher Outsourcing-Konzepte erhalten flexiblere Sourcing Modelle den Vorzug, welche bedarfsorientierte Dienstleistungen und neue Verrechnungsmodelle ermöglichen (zum Beispiel Business Solutions als Service über die Cloud).
Das Benchmarking beziehungsweise die Vergleichbarkeit von Angeboten und deren Leistungsbeschreibungen – nicht nur in kommerziellen Belangen, sondern auch in vertraglichen Bestimmungen – setzt einen übergreifenden Wissens- und Erfahrungsaustausch voraus.

 
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