Oracle: HP und Intel haben geheimes Itanium-Abkommen

von Alina Huber
21. November 2011 - Seit Oracle im März angekündigt hat, keine Software mehr für Server mit Intels Itanium-Prozessoren zu entwickeln, ist ein unerbittlicher Streit zwischen dem Datenbankspezialist und HP entbrannt. Nun wirft Oracle HP vor, Intel dafür zu bezahlen, weiterhin den Anschein zu erwecken, dass man in die Itanium-Entwicklung investiere.
Oracle: HP und Intel haben geheimes Itanium-Abkommen
(Quelle: Intel)
Der Itanium-Streit zwischen Oracle und HP geht in die nächste Runde. Nachdem HP Oracle im Juni verklagt hat und den Datenbankspezialisten dazu zwingen will, seine Software-Lösungen auch weiterhin auf der Itanium-Plattform anzubieten (Swiss IT Magazine berichtete), setzt sich nun Oracle zur Wehr, wie "All Things Digital" berichtet. Demnach produziere Intel nur noch aufgrund eines geheimen Deals mit HP weiterhin Itanium-Prozessoren. So wolle HP den Anschein bewahren, dass ein toter Mikroprozessor noch lebe, so Oracle. Doch HP und Intel wollen Itanium nach den nächsten zwei Prozessorgenerationen sterben lassen, so Oracle. Bislang hatten die beiden Unternehmen dies jedoch verneint. Des weiteren heisst es, HP bezahle dafür, dass Intel weiterhin den Eindruck erwecke, Itanium sei ein aktiv entwickeltes Produkt und habe eine Zukunft. Denn Kunden würden ihre Kaufentscheide auch von der Zukunft eines Produkts abhängig machen. Zudem verdiene HP viel Geld mit dem Support von Itanium-Systemen mit HPs OS UX – mehr, als das Unternehmen mit Services für x86-Systeme verdienen würde.
 

Neuen Kommentar erfassen

Kommentare werden vor der Freischaltung durch die Redaktion geprüft.

Name
E-Mail

Spam-Schutz
Bitte übertragen Sie die dargestellte Zeichenfolge ins nebenstehende Textfeld.
ARTIKEL VERWALTUNG